"Opferpopp 2.0" verwandelt Halles Thalia Theater in ein lebendiges Denkmal der Erinnerung

Tom Gieß
Tom Gieß
2 Min.
Ein Kinosaal mit Menschen, die herumlaufen, eine Treppe mit Geländer, die zum Eingang führt, ein Textschild auf der linken Seite, Fotorahmen an den Wänden und eine beleuchtete Decke.Tom Gieß

"Opferpopp 2.0" verwandelt Halles Thalia Theater in ein lebendiges Denkmal der Erinnerung

Vom 5. bis 22. März 2026 zeigt das ntv-Schaufenster des Thalia Theaters Halle Opferpopp 2.0 – Ein Requiem, eine immersive Theaterinstallation, die als Denkmal für ausgelöschte Biografien konzipiert ist. Die Produktion setzt sich mit den Themen Verlust, Erinnerung und Überleben auseinander und ist zugleich der nächste Teil der Reihe ERINNERN IST HEIMAT. Das Publikum wird in einen Raum geführt, in dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen.

Das Projekt greift Peter Turrinis Stück Opferpopp von 1982 auf, in dem Schauspieler wie Ursula Erdenbrink, Karlheinz Hackl und Gertraud Jesserer mitwirkten. Bis Februar 2026 wird keiner der ursprünglichen Darsteller mehr am Leben sein – es bleiben keine direkten Stimmen aus dieser Zeit. Regisseur Mirko Borscht und der Videokünstler Hannes Hesse zeichnen die Lebenswege dieser Künstler nach und stellen die Frage: Was wurde aus ihnen?

Die Installation verwandelt das ntv-Schaufenster in das Klubhaus Kluth, einen begehbaren Raum, der Ausstellung, Club und Performance verbindet. Benannt nach Alexander Kluth, einem verstorbenen Mitglied des Originalensembles, wird der Ort zu einer Stätte des Gedenkens. Anders als im klassischen Theater entscheiden die Besucher selbst, wie intensiv sie sich einlassen – sie bewegen sich durch Erinnerungen, ohne dass es eine feste Bühne gäbe.

Jeder Abend steht unter einem anderen Motto und hinterfragt Klischees über "Problemkinder" und Gewalterfahrungen. Inspiriert von der Neuinszenierung von Opferpopp aus dem Jahr 2007, in der junge Laiendarsteller Geschichten von Vernachlässigung teilten, will die Produktion Vorurteile abbauen. Die Veranstalter laden ausdrücklich Jugendliche ab 14 Jahren ein und hoffen, einen dauerhaften Begegnungsort für junge Menschen zu schaffen.

Die Installation läuft drei Wochen lang und schafft einen Raum, in dem Kunst, Erinnerung und Gemeinschaft zusammentreffen. Durch persönliche Erzählungen und interaktive Elemente setzt sie sich mit den Leerstellen auseinander, die die Abwesenden hinterlassen haben. Ob das Projekt nachwirkt, hängt davon ab, wie es bei neuen Generationen von Besuchern und Teilnehmenden ankommt.

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