Ökumenischer Gottesdienst in Koblenz verbindet Religion mit moderner Kunst und Musik
Nelly GirschnerÖkumenischer Gottesdienst in Koblenz verbindet Religion mit moderner Kunst und Musik
Einzigartiger ökumenischer Gottesdienst in Koblenz: Tradition trifft auf moderne Kunst und Musik
In Koblenz fand ein außergewöhnlicher ökumenischer Gottesdienst statt, der religiöse Tradition mit zeitgenössischer Kunst und Musik verband. Lokale Kulturschaffende gestalteten gemeinsam eine Veranstaltung, die sich mit den Themen Kreativität, Selbstoptimierung und menschlicher Existenz auseinandersetzte. Gleichzeitig markierte der Gottesdienst die Eröffnung einer neuen Ausstellung im Künstlerhaus Metternich.
Die Feier wurde von Superintendent Rolf Stahl und Dechant Thomas Darscheid geleitet. Unterstützt wurden sie von Musikern, Theaterkünstlern und weiteren Kulturakteuren – ein disziplinübergreifendes Zusammenspiel verschiedener Sparten.
Im Rahmen der Veranstaltung hielt Professor Wolf-Andreas Liebert einen Vortrag über das Wortspiel "ersöchpferisch" (erschöpfend-kreativ) und dessen Bezug zur Selbstoptimierung. Dabei bezog er sich auch auf Sigmund Freuds Idee des "prothetischen Gottes" und verband diese mit moderner Technologie und politischen Umbrüchen.
Im Anschluss an den Gottesdienst begaben sich die Besucher ins Künstlerhaus Metternich zur Eröffnung der Ausstellung "Ein Teil des Ganzen XII – ERSCHÖPFEND KREATIV" des Bundes Bildender Künstler Mittelrhein (AKM). Parallel blieb Barbara Gröbls Installation "Mensch" in der Herz-Jesu-Kirche zu sehen, die sich mit den Widersprüchen des menschlichen Daseins beschäftigt.
Die Kunstwerke sind bis Sonntag, den 15. März 2026, in der Kirche zu besichtigen.
Die Veranstaltung vereinte Religion, Kunst und Performance in einem Programm. Gröbls Installation und die AKM-Ausstellung bleiben der Öffentlichkeit noch längere Zeit zugänglich. Die Zusammenarbeit zeigte, wie Kreativität unterschiedliche kulturelle und spirituelle Perspektiven verbinden kann.
