Dortmund scheitert kläglich in der Champions-League-Qualifikation gegen Atalanta
Tom GießDortmund scheitert kläglich in der Champions-League-Qualifikation gegen Atalanta
Borussia Dortmunds Champions-League-Traum endet mit enttäuschendem Aus
Die Champions-League-Saison von Borussia Dortmund ist nach einer vernichtenden 1:4-Niederlage gegen Atalanta Bergamo enttäuschend zu Ende gegangen. Die Niederlage machte den 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel zunichte und besiegelte das Ausscheiden in den Play-offs. Sportdirektor Sebastian Kehl gab zu, dass der Verein mit einem so frühen Aus nicht gerechnet habe.
Dortmund war mit Selbstvertrauen in das Rückspiel gegangen, nachdem das Team das Hinspiel gegen Atalanta mit 2:0 gewonnen hatte. Doch Atalantas 4:1-Sieg im Rückspiel beendete die Hoffnungen auf das Weiterkommen. Kehl bezeichnete das Ergebnis als "tief frustrierend", insbesondere da der Klub bereits mit Einnahmen aus der Champions League kalkuliert hatte.
Die finanziellen Folgen sind gravierend: Allein das Verpassen des Achtelfinals kostet den Verein eine Prämie von 11 Millionen Euro. Insgesamt könnte das frühe Ausscheiden die Einnahmen um 12 bis 22 Millionen Euro schmälern. Vor der Niederlage hatte Dortmund mit Erlösen aus europäischen Wettbewerben in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro gerechnet – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 20 bis 30 Millionen Euro aus der Europa League in der Vorsaison.
Ohne weitere Champions-League-Spiele bleibt Dortmund nun nur noch der Fokus auf die Bundesliga. Aktuell liegt die Mannschaft auf Platz zwei, acht Punkte hinter Tabellenführer Bayern München. Auch im DFB-Pokal war das Team früh gescheitert, nach einer Achtelfinal-Niederlage gegen Bayer Leverkusen.
Die finanzielle Lage des Vereins wird nun enger. Vor dem Ausscheiden hatten die Prognosen von einem Gewinn von 5 Millionen Euro bis zu einem Verlust in gleicher Höhe gereicht. Ohne die europäischen Einnahmen sind nun Anpassungen nötig. Die Saison steht und fällt nun mit einem starken Abschluss in der Bundesliga.
