TH Köln entwickelt dezentrale Cloud-Lösungen für mehr Datensouveränität im Mittelstand
Marlene SeifertTH Köln entwickelt dezentrale Cloud-Lösungen für mehr Datensouveränität im Mittelstand
Neues Forschungsprojekt an der TH Köln: Dezentrale Cloud-Lösungen für den Mittelstand
Ein neues Forschungsvorhaben der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) widmet sich den Herausforderungen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Nutzung von Cloud-Computing konfrontiert sind. Das Projekt DREAM zielt darauf ab, dezentrale Lösungen zu entwickeln, die die Datensicherheit verbessern und die Abhängigkeit von großen Cloud-Anbietern verringern. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), vereint das Vorhaben akademische und industrielle Partner, um souveränere Cloud-Optionen für den Mittelstand zu schaffen.
Im Mittelpunkt von DREAM stehen dezentrale Softwarearchitekturen, die zentrale Probleme des Cloud-Einsatzes angehen: Cybersecurity-Risiken, Datenschutzbedenken und die Abhängigkeit von marktbeherrschenden Anbietern. Durch die Erforschung alternativer Technologien soll Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten ermöglicht werden – bei gleichzeitiger Flexibilität digitaler Dienstleistungen.
Die TH Köln leitet das Projekt in Zusammenarbeit mit der HK Business Solutions GmbH (HKBS), der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der luckycloud GmbH. Die Professoren Hoai Viet Nguyen und Matthias Böhmer verantworten die Forschung, die bis Oktober 2028 mit rund 1,28 Millionen Euro gefördert wird.
Die Projektergebnisse – darunter praktische Werkzeuge, Leitfäden und Demonstratoren – werden der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dieser Open-Access-Ansatz soll KMU den Übergang zu sichereren und unabhängigeren Cloud-Lösungen erleichtern, ohne hohe Kosten oder technische Hürden.
Die DREAM-Initiative will dem Mittelstand praktikable Alternativen zu herkömmlichen Cloud-Diensten bieten. Die Ergebnisse könnten Unternehmen helfen, digitale Tools sicherer zu nutzen und eine langfristige Bindung an einzelne Anbieter zu vermeiden. Die Projekterkenntnisse werden öffentlich geteilt, um die Verbreitung souveräner Cloud-Technologien zu fördern.
