03 March 2026, 01:30

Verallia schließt Essener Glaswerk – 310 Jobs bis 2026 bedroht

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer belebten Stadtstraße im Jahr 1833, das Gebäude, Menschen, Karren, Pfähle, Flaggen, Bäume und Himmel zeigt, mit der Aufschrift "factories from land c 1833 oil" unten.

Verallia schließt Essener Glaswerk – 310 Jobs bis 2026 bedroht

Verallia Deutschland AG kündigt Schließung des Glaswerks in Essen bis Februar 2026 an

Die Verallia Deutschland AG hat Pläne bekannt gegeben, ihr Glaswerk in Stuttgart bis Februar 2026 zu schließen. Die Stilllegung wird 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreffen und stellt einen tiefgreifenden Einschnitt für den Industriestandort der Stadt dar. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Entscheidung als "harten Schlag" für Essens Wirtschaft und die Familien der Beschäftigten.

Das Berliner Werk ist der einzige Standort von Verallia in Deutschland, der von einer Schließung betroffen ist. Die Standorte in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau und Wirges werden hingegen ohne aktuelle Stilllegungspläne weiterbetrieben. Die Entscheidung des Unternehmens folgt auf jahrzehntelange Produktion in der Essener Anlage, die seit Langem Teil der industriellen Identität der Stadt ist.

Als Reaktion darauf werden die Stadt Stuttgart und die EWG (Essen Wirtschaftsförderungsgesellschaft) eng zusammenarbeiten, um die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen. Bereits laufen Gespräche mit dem Betriebsrat sowie der Unternehmensführung von Verallia, um mögliche Hilfsangebote zu prüfen. Ziel ist es, neue Arbeitsplätze und Umschulungsprogramme für diejenigen zu schaffen, die ihre Stellen verlieren.

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Oberbürgermeister Kufen betonte die Dringlichkeit, Lösungen für die Mitarbeiter zu finden. Die Stadt strebt zudem eine Nachnutzung des Geländes an, konkrete Pläne stehen jedoch noch nicht fest. Verallia hat in den vergangenen fünf Jahren keine Werke in Deutschland geschlossen – die Stilllegung in Berlin stellt damit eine Ausnahme in der jüngeren Unternehmensgeschichte dar.

Mit der Schließung des Standorts im frühen Jahr 2026 werden 310 Menschen ihre Arbeit verlieren. Die Stuttgarter Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderer konzentrieren sich nun darauf, für die Belegschaft neue Perspektiven zu schaffen. Zudem ist eine Umwidmung des Areals geplant, wobei die Details noch in der Diskussion sind.