Borussia Mönchengladbach siegt 2:0 – doch der Transferstreit um Inacio überschattet alles
Tom GießBorussia Mönchengladbach siegt 2:0 – doch der Transferstreit um Inacio überschattet alles
Borussia Mönchengladbach sichert sich 2:0-Sieg gegen Atalanta Bergamo im Champions-League-Hinspiel
Der klare Erfolg im ersten Playoff-Spiel der Champions League wurde jedoch von einem erbitterten Streit zwischen den beiden Vereinen um den Wechsel des jungen Abwehrtalents Samuele Inacio überschattet.
Als Zeichen des Protests boykottierte die Führungsetage von Atalanta in einer ungewöhnlichen Geste das traditionelle Vormittagsessen vor dem Spiel – eine Eskalation, die die Stimmung bereits vor dem Anpfiff belastete.
Im Mittelpunkt des Konflikts steht Atalantas Präsident Antonio Percassi, der Borussia Mönchengladbach vorwirft, bei Inacios Transfer gegen FIFA-Regeln verstoßen zu haben. Percassi kritisierte, der deutsche Klub habe "respektlos" agiert und den Wechsel außerhalb des offiziellen Transferfensters durchgedrückt.
Der junge Verteidiger, der im Sommer 2024 zu Borussia Mönchengladbach wechselte, kam bisher nur sporadisch zum Einsatz. Berichten zufolge wurde er in die U23 hochgezogen, bestritt ein Spiel in der Regionalliga und saß sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League auf der Bank. Vereinsverantwortliche wie Sportdirektor Lars Ricken hatten sein Potenzial zuvor jedoch wiederholt gelobt.
Die Auseinandersetzung spitzte sich weiter zu, als Inacio für das Spiel gegen seinen Ex-Klub in den Borussia Mönchengladbach-Kader berufen wurde. Als Reaktion verweigerten die Atalanta-Verantwortlichen die Teilnahme am üblichen Vorab-Treffen der Funktionäre – ein seltener Affront im Fußball.
Mit dem 2:0-Erfolg hat Borussia Mönchengladbach vor dem Rückspiel eine komfortable Ausgangsposition. Doch der anhaltende Streit um Inacios Wechsel trübt den sportlichen Erfolg. Je nach weiterem Vorgehen Atalantas könnte der Fall sogar noch die Aufmerksamkeit der Fußballbehörden auf sich ziehen.
