Seltene Wagner-Schätze: 500 Exponate mit Fluchtkoffer und Briefen entdeckt
Patrik WesackRichard Wagners Koffer kehrt nach Sachsen zurück - Seltene Wagner-Schätze: 500 Exponate mit Fluchtkoffer und Briefen entdeckt
Eine seltene Sammlung von über 500 Exponaten mit Bezug zum Komponisten Richard Wagner wurde von den Richard-Wagner-Stätten Graupa erworben. Die Stücke, die von Armin Trösch gestiftet wurden, umfassen persönliche Briefe, frühe Ausgaben seiner Werke sowie einen Reisekoffer, den Wagner 1849 auf seiner Flucht ins Exil mitführte. Die Sammlung wird ab 2026 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Zu den gestifteten Materialien zählen fünf originale, handschriftliche Briefe Wagners, die Erstausgabe der Klavierfassung seiner Oper Rienzi sowie zahlreiche Erstausgaben seiner Werke. Besonders bemerkenswert ist ein Reisekoffer, von dem angenommen wird, dass er den Komponisten 1849 auf seiner Flucht von Dresden nach Zürich begleitete.
Die Sammlung befand sich zuvor 27 Jahre im Besitz von Trösch, dem Ehrenpräsidenten der Schweizerischen Wagner-Gesellschaft, bevor sie 2023 übergeben wurde. Graupa spielt eine besondere Rolle in Wagners Leben, da er dort im Sommer 1846 erste Entwürfe zu Lohengrin skizzierte. Die Richard-Wagner-Stätten Graupa, das älteste Museum der Welt in einem ehemaligen Wohnhaus des Komponisten, werden die Exponate vom 15. April bis 15. Mai 2026 im Lohengrin-Haus ausstellen.
Der Neuerwerb erweitert den Museumsbestand um historisch bedeutende Objekte, die mit Wagners Leben und Schaffensprozess verbunden sind. Besucher erhalten ab 2026 die Möglichkeit, diese Materialien hautnah zu erleben. Die Sammlung ergänzt die bestehenden Archive in Graupa und steht Forschern sowie Musikbegeisterten als wertvolle Quelle zur Verfügung.
