09 March 2026, 14:16

Seltener Schelladler "Alaska" nach wochenlanger Flucht wieder in Sicherheit

Ein Buchumschlag mit verschiedenen Vögeln, darunter ein Adler und ein Papagei, mit Text darauf.

Seltener Schelladler "Alaska" nach wochenlanger Flucht wieder in Sicherheit

Seltene Schelladler-Dame "Alaska" nach Flucht aus Falknerei in Niedersachsen wieder eingefangen

Ein seltener Schelladler mit dem Namen Alaska, eine der größten Adlerarten der Welt, ist nach seiner Flucht aus einem Falknereizentrum in Niedersachsen wieder eingefangen worden. Der Vogel war am Sonntag verschwunden und wurde Tage später auf einem Minigolfplatz in Bad Sachsa entdeckt. Für die Wildtierexperten war die Situation ungewöhnlich – mit dieser Adlerart hatten sie bisher noch nie gearbeitet.

Alaska war am Sonntag aus dem Harz-Falknereizentrum in Bad Sachsa entkommen. Die in Gefangenschaft aufgewachsene Adlerdame hatte nie das Jagen gelernt und überlebte fast sechs Wochen ohne Nahrung. Zwar wurde sie zunächst in der Nähe gesichtet, doch Fachleute warnten, dass sie unter günstigen Bedingungen theoretisch bis zu 700 Kilometer am Tag zurücklegen könnte.

Falkner Rochus Brotzer fing den Adler am Mittwochnachmittag auf dem Minigolfplatz in Bad Sachsa wieder ein. Alaskas markantes Aussehen – ein gewaltiger gelber Schnabel und auffällige schwarz-weiß gestreifte Schwingen – machte sie leichter identifizierbar als heimische Wildtiere. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Stadttauben, die klein sind, graues Gefieder und schillernde Hälse haben, sind Schelladler deutlich größer und kräftiger.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ungewöhnlicher Wildtier-Sichtungen in der Region ein. Erst kürzlich war ein Elch namens Erwin durch das Kinzigtal gestreift, hatte Baden-Baden jedoch nie erreicht. Zwar haben die Experten Erfahrung mit Tauben, doch mit einem Schelladler wie Alaska hatten sie zuvor noch nie zu tun gehabt.

Alaska befindet sich nun wieder in der Obhut des Harz-Falknereizentrums. Ihre Einfangung verhindert mögliche Risiken, die durch ihre mangelnden Überlebensfähigkeiten in freier Wildbahn entstanden wären. Der Fall zeigt die Herausforderungen auf, die mit der Betreuung seltener Vogelarten verbunden sind, wenn lokale Wildtierteams mit ihnen nicht vertraut sind.

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