Ulmer Narren stürmen das Rathaus – Bürgermeister Martin gibt sich geschlagen
Patrik WesackUlmer Narren stürmen das Rathaus – Bürgermeister Martin gibt sich geschlagen
Ulmer Rathaus wieder in der Hand der Narren – Fasnachtsübernahme gelungen
Während der diesjährigen Fasnachtsfeierlichkeiten haben die Ulmer Narren das Rathaus erneut in einer spielerischen Erstürmung eingenommen und damit eine lange Tradition fortgesetzt. In aufwendigen Kostümen überrannten die Jecken das Gebäude – diesmal sogar mit prominenter Unterstützung: Bürgermeister Martin Ansbacher und Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger mischten sich verkleidet unter die Narren.
Der fröhliche "Angriff" fand an einem recenten Fasnetsabend statt, bei dem die Jecken symbolisch die Macht über die Stadtverantwortlichen übernahmen. Ansbacher gab sich als "Super Martin" zu erkennen, während Albsteiger als Prinzessin Peach auftrat. Ihr scheinbarer Widerstand bestand aus Limbo-Wettkämpfen, Menschenpyramiden und einer Runde kniffliger Fragen, die die Narren ihnen stellten.
Nach einem humorvollen Gefecht kapitulierten die Bürgermeister und Stadträte schließlich und übergaben in einer scheinernsten Zeremonie die Schlüssel – der Sieg der Narren war besiegelt. Historische Aufzeichnungen belegen, dass dies mindestens die dritte dokumentierte Übernahme war, nachdem 2026 ein ähnlicher Coup gelang.
Bis zum Faschingsdienstag bleibt das Rathaus nun in der Hand der Jecken, die die Feierlichkeiten in gewohnt chaotischer Manier leiten werden.
Die Stadtverwaltung akzeptiert die vorübergehende "Entmachtung" mit Augenzwinkern und lässt die Tradition weiterleben. Das Spektakel unterstreicht einmal mehr den Geist der Fasnacht: eine Zeit, in der die normale Ordnung dem Treiben, der Satire und dem ausgelassenen Feiern weicht.
