10 March 2026, 04:09

Solingens Notfallseelsorge kämpft um finanzielle Stabilität trotz sinkender Kirchensteuern

Ein rundes Abzeichen mit einem blauen Hintergrund und weißer Umrandung, auf dem der weiße Text 'United States Navy Chaplain Corps' in der Mitte steht.

Solingens Notfallseelsorge kämpft um finanzielle Stabilität trotz sinkender Kirchensteuern

Solingens Notfallseelsorge bietet seit über 30 Jahren "Erste Hilfe für die Seele"

Doch der Trägerverein steht vor finanziellen Herausforderungen, da die Kirchensteuereinnahmen zurückgehen. Dennoch bleibt der Dienst rund um die Uhr verfügbar – dank sparsamer Haushaltsführung und der Unterstützung aus der Bevölkerung.

2025 gab der Verein knapp 71.000 Euro aus, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Einnahmen lagen bei etwas über 53.000 Euro, die Rücklagen sprangen in die Bresche. Wichtige Finanzquellen waren öffentliche Veranstaltungen, Vorträge und Spenden aus örtlichen Gemeinden. Erstmals flossen auch Gelder aus einer gerichtlich verhängten Geldauflage in die Kasse.

Die Ausbildung einer einzelnen Notfallseelsorgerin oder eines Notfallseelsorgers kostet rund 3.000 Euro – inklusive Ausstattung und Koordination. Im kommenden Jahr will der Vorstand vor allem Unternehmensspenden erhöhen und den Kreis der Fördermitglieder erweitern. Vereinsvorsitzender Kunze mahnt jedoch zu Geduld: Der Ausbau des Angebots brauche Zeit.

Solingens Feuerwehrchef Sebastian Wagner lobte die schnelle Einsatzbereitschaft der Seelsorger bei Großschadenslagen. Ihr Engagement garantiere, dass Betroffene in Krisen stets emotionale und spirituelle Unterstützung erhielten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Verein finanziert sich weiterhin aus einem Mix von öffentlichen Zuwendungen und Rücklagen. Angesichts steigender Ausbildungskosten und Ausgaben wird die Erschließung neuer Einnahmequellen immer dringlicher. Langfristig hängt das Überleben des Dienstes von anhaltender Unterstützung aus der Bevölkerung und der Wirtschaft ab.

Quelle