Bochumer Polizei blickt mit szenischer Lesung auf ihre NS-Vergangenheit zurück
Bochumer Polizei blickt mit szenischer Lesung auf ihre NS-Vergangenheit zurück
Dramatische Lesung zur Rolle der Polizei in der NS-Zeit am 13. März 2026 im Bochumer Polizeipräsidium
Am 13. März 2026 findet im Bochumer Polizeipräsidium eine szenische Lesung statt, die sich mit dem Handeln der Polizei während der NS-Diktatur auseinandersetzt. Die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelte Veranstaltung präsentiert Zeitzeugenberichte von Tätern, Opfern, Beobachtern und ihren Angehörigen. Sie stellt einen weiteren Schritt in der fortlaufenden historischen Aufarbeitung der lokalen Polizeiarbeit zwischen 1933 und 1945 dar.
Die Lesung wird in einem großen Konferenzsaal des Präsidiums stattfinden und ist für ein begrenztes Publikum geöffnet. Die Veranstalter bitten darum, während der Aufführung auf Fotos und Videoaufnahmen zu verzichten. Das Drehbuch basiert auf jahrzehntelanger Forschung zur Beteiligung der Polizei in Bochum, Herne und Witten unter dem NS-Regime.
Medienvertreterinnen und -vertreter können nach vorheriger Anmeldung bis zum 9. März unter [email protected] teilnehmen. Die Lesung wird einmalig aufgeführt und thematisiert Leben, Tod und die Rolle der Polizei in dieser Zeit.
Die szenische Darstellung knüpft an frühere Initiativen zur Aufarbeitung der Vergangenheit an. Mitarbeiter des Präsidiums haben das Projekt so gestaltet, dass unterschiedliche Perspektiven zu Wort kommen – von denen, die die NS-Politik durchsetzten, bis zu denen, die unter ihr litten.
Die Lesung bietet die Gelegenheit, sich mit einem dunklen Kapitel der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen. Sie folgt jahrelanger Forschung zur Arbeit der Polizei in Bochum, Herne und Witten während der NS-Zeit. Interessierte müssen sich bis zum Anmeldeschluss verbindlich registrieren.
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