Traditionsunternehmen FRIEBA meldet Insolvenz – doch die Produktion läuft weiter
Patrik WesackTraditionsunternehmen FRIEBA meldet Insolvenz – doch die Produktion läuft weiter
FRIEBA, traditioneller Textilhersteller aus Wuppertal, meldet Insolvenz – Produktion läuft weiter
Der langjährige Textilproduzent FRIEBA mit Sitz in Wuppertal hat Insolvenz angemeldet, führt die Produktion jedoch fort. Das Unternehmen, das 1923 als Carl Friedrich Barmen Maschinenfabrik gegründet wurde, bewirtschaftet heute eine Fläche von 2.800 Quadratmetern. Aktuell verlaufen die Gespräche mit potenziellen Investoren vielversprechend, was Hoffnungen auf eine zügige Lösung weckt.
FRIEBA ist spezialisiert auf die Herstellung von Bändern, Schnüren, Fransen und Geflechten aus verschiedenen Materialien. In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen seine Marktposition durch nachhaltige Produktion und Digitalisierung ausgebaut. Der Umsatz stieg um etwa 25 Prozent, während der Marktanteil im Bereich Arbeitskleidung und technische Textilien von 3 auf 5 Prozent wuchs.
Zu den wichtigsten Kunden zählten Großunternehmen wie die Deutsche Post DHL und BMW. Die Lieferketten reichten von türkischen Baumwollproduzenten bis zu globalen Herstellern synthetischer Fasern wie Indorama Ventures. Trotz der Insolvenz werden die Löhne derzeit von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.
Die Verhandlungen mit Investoren zielen darauf ab, noch kurz nach Ostern eine Einigung zu erzielen. Das Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern und bis zum zweiten Quartal wieder eigenständig Löhne zu zahlen. Die Produktion bleibt stabil, mit laufenden Aufträgen und einer motivierten Belegschaft.
In den kommenden Wochen soll ein neuer Investor die Geschäftsaktivitäten von FRIEBA übernehmen. Gelingt die Vereinbarung, wäre damit die Zukunft des Unternehmens und seine Rolle in der deutschen Textilbranche gesichert. Der Fokus liegt nun darauf, die Verhandlungen abzuschließen und den regulären Geschäftsbetrieb wiederaufzunehmen.
