07 March 2026, 18:09

Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – ein Sieg der Gemäßigten vor der Bundestagswahl 2027

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen zur Partei.

Vincentz wiedergewählt als Vorsitzender der AfD NRW - Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – ein Sieg der Gemäßigten vor der Bundestagswahl 2027

Martin Vincentz hat eine weitere Amtszeit als Landesvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) in Nordrhein-Westfalen gesichert. Seine Wiederwahl erfolgte nach einer knappen Abstimmung, bei der ihn 54,7 Prozent der Mitglieder gegen seinen Herausforderer Fabian Jacobi unterstützten. Das Ergebnis festigt seine Position im Vorfeld der Bundestagswahl 2027, bei der die AfD derzeit in Umfragen bei etwa 15 Prozent liegt – fast das Dreifache ihres Ergebnisses von 2022.

Vincentz hatte den Landesverband 2022 übernommen. Seitdem vertritt er innerhalb der Partei eine vergleichsweise gemäßigtere Linie und widerstand dem Druck radikalerer Flügel. Seine Gegner, darunter der ethnonationalistische Flügel um Matthias Helferich, hatten ein Doppelspitzenmodell gefordert, doch die Delegierten lehnten den Vorschlag ab.

Der Wahlkampf um die Wiederwahl machte die anhaltenden Spannungen innerhalb der AfD deutlich. Vincentz, der als Führungsfigur des "gemäßigt auftretenden" Parteiflügels gilt, sah sich Kritik von Befürwortern eines radikaleren Kurses ausgesetzt. Sein Sieg deutet jedoch darauf hin, dass seine Linie weiterhin auf breite Unterstützung in der Basis stößt.

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2027 könnte Vincentz' Wiederwahl seine Chancen erhöhen, Spitzenkandidat der AfD zu werden. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Partei an Zuspruch gewinnt: von 5,4 Prozent 2022 auf prognostizierte 15 Prozent bei der nächsten Wahl.

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Sein Erfolg bei der Wiederwahl unterstreicht Vincentz' Rolle als prägende Figur im nordrhein-westfälischen AfD-Landesverband. Gleichzeitig bedeutet das Ergebnis eine Niederlage für die radikalen Kräfte in der Partei. Seine nächste Herausforderung wird sein, den Schwung zu halten, während die AfD sich auf den Wahlkampf 2027 vorbereitet.

Quelle