05 March 2026, 12:10

UKM Münster kämpft mit neuem Netzwerk gegen Gewalt im Krankenhausalltag

Ein Plakat zeigt eine Gruppe uniformierter Personen vor einem Gebäude, mit Texten zur Prävention und Unterstützung bei sexueller Gewalt durch das Navy Medicine Readiness & Training Command Bremerton.

UKM Münster kämpft mit neuem Netzwerk gegen Gewalt im Krankenhausalltag

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) ist dem Präventionsnetzwerk Sicher am Arbeitsplatz des Landes Nordrhein-Westfalen beigetreten, um der zunehmenden Gewalt gegen medizinisches Personal entgegenzuwirken. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer bundesweiten Zunahme aggressiver Vorfälle durch Patienten und Angehörige in Notaufnahmen. Die Unterzeichnung der Vereinbarung durch das UKM erfolgte im Januar 2026 und unterstreicht das Engagement der Klinik für die Sicherheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Münsteraner Polizeidirektorin Alexandra Dorndorf besuchte das UKM, um den offiziellen Beitrittsvertrag des Netzwerks zu unterzeichnen. Das von einer Taskforce im Polizeipäsidium Münster koordinierte Netzwerk konzentriert sich auf den Austausch von Fachwissen und Präventionsstrategien im Umgang mit Gewalt am Arbeitsplatz im Gesundheitswesen.

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Die Mitgliedschaft des UKM baut auf den bereits bestehenden Sicherheitsmaßnahmen der Klinik auf. Dazu gehören eine eigene Unternehmenssicherheitsabteilung, die für die Sicherheit auf dem Campus, die Cyberabwehr und Schulungsprogramme für Mitarbeiter zuständig ist. Zudem führt das Krankenhaus Initiativen wie das Projekt SAFER durch, das gewaltfreie Kommunikation in Hochstressbereichen wie Operationssälen und Intensivstationen fördert.

Der Beitritt zum Netzwerk spiegelt einen bundesweiten Trend wachsender Aggression in deutschen Krankenhäusern wider. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen strebt das UKM an, bewährte Verfahren zu übernehmen und den Schutz seiner Belegschaft zu verbessern.

Die Partnerschaft mit Sicher am Arbeitsplatz ermöglicht es dem UKM, sein Sicherheitskonzept weiter auszubauen. Die Mitarbeiter profitieren von erweiterten Schulungen und abgestimmten Reaktionen auf gewalttätige Vorfälle. Das Engagement des Klinikums unterstreicht den dringenden Bedarf an systemischen Lösungen, um Beschäftigte im Gesundheitswesen wirksam zu schützen.