25 February 2026, 06:29

Solingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für SPD und Stadt

Ein Kreis mit den Wörtern 'Gemeinschaftsverantwortung' in der Mitte, umgeben von drei überlappenden Kreisen, die durch Pfeile verbunden sind, alles in hellen, leuchtenden Farben.

Solingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für SPD und Stadt

Jochen Müller-Stöver, langjähriger SPD-Politiker und Unfallchirurg, ist verstorben. Seine jahrzehntelange Arbeit prägte die Kommunalpolitik, das Bildungswesen und das Gesundheitswesen in Solingen maßgeblich. Vor zwei Jahren wurde er für sein Engagement für die Stadt und die Partei mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Müller-Stöver trat am 1. Januar 1963 der SPD bei und begann damit eine Karriere, die sich über mehr als 60 Jahre erstreckte. Er übernahm zentrale Funktionen, darunter den Vorsitz des SPD-Ortsvereins Wald und später den Kreisvorsitz in Solingen. 15 Jahre lang führte er den Bezirksrat in Wald und setzte sich konsequent für sozialdemokratische Politik ein.

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Neben seiner Parteiarbeit wirkte er als Stadtrat und Bezirksvertreter. Seine Kandidaturen für das Amt des Oberbürgermeisters in den Jahren 2004 und 2009 waren von seiner typischen Tatkraft geprägt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solinger Städtischen Kliniken brachte er sein medizinisches Fachwissen in gesundheitspolitische Entscheidungen ein.

Sein Einfluss reichte bis in den Bildungsbereich, insbesondere durch die Gründung der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule. Zudem rettete er die evangelische Kirche in Wald vor dem Verfall, verhinderte die Schließung der Rosenkamp-Grundschule und sicherte die Finanzierung für das Freibad im Ittertal.

Im Jahr 2022 ehrte ihn die Bundesregierung mit dem Verdienstkreuz für sein lebenslanges Wirken für Solingen und die SPD.

Müller-Stövers Tod hinterlässt eine Lücke im politischen und gesellschaftlichen Leben Solingens. Seine Arbeit in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und lokale Infrastruktur hat die Stadt über Generationen hinweg geprägt. SPD und Bürgerinnen und Bürger werden ihn als unermüdlichen Fürsprecher für die Belange der Gemeinschaft in Erinnerung behalten.