Schlussstrich unter 40 Jahre Arche: Dorper Kirchengemeinde schließt ihr Zentrum
Marlene SeifertSchlussstrich unter 40 Jahre Arche: Dorper Kirchengemeinde schließt ihr Zentrum
Die evangelische Kirchengemeinde Dorp wird ihr Gemeinschaftszentrum Arche in der Eichenstraße schließen. Die Pläne zur schrittweisen Aufgabe des Gebäudes laufen bereits seit 2011; nun steht eine endgültige Entscheidung bevor. Der Schritt ist Teil einer übergeordneten Strategie der Evangelischen Kirche im Rheinland, ihr Immobilienportfolio bis Mitte der 2030er Jahre um die Hälfte zu reduzieren.
Die Arche diente seit ihrer Einweihung 1983 als zentraler Treffpunkt der Gemeinde. Über vier Jahrzehnte hinweg fanden hier wöchentliche Sonntagsgottesdienste und zahlreiche Veranstaltungen statt. Ab dem 1. Februar 2027 sollen jedoch alle Gottesdienste und kirchlichen Aktivitäten in die Dorper Kirche verlegt werden – vorausgesetzt, das regionale Kirchenamt stimmt der Profanierung zu.
Von der Schließung betroffen ist nicht die angrenzende Arche-Kita, die ihren Betrieb wie gewohnt fortsetzt. Einige Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden künftig im nahegelegenen Goudahof stattfinden.
Pastor Joachim Römelt bestätigte, dass die Schließung seit Jahren geplant sei; der ursprüngliche Zeitrahmen lag zwischen 2020 und 2030. Die Kirchenälteste Andrea Enders bezeichnete die Zusammenlegung als notwendig, da die Gemeinde schrumpfe und weniger Personal zur Verfügung stehe. Die Veränderung entspricht dem Kurs der Protestantischen Kirche in Solingen, der auf weniger, aber stärker kooperierende Standorte setzt.
Pfarrerin Raphaela Demski-Galla räumte ein, dass der Übergang schwierig sei, betonte jedoch, dass die Gemeinde seit Langem über die Pläne informiert werde. Die Dorper Kirche als neuer zentraler Ort bietet einen Kirchraum, ein Café, einen großen Gemeindesaal, Gruppenräume sowie Außenflächen mit Grünflächen.
Die endgültige Entscheidung über die Profanierung liegt beim regionalen Kirchenamt. Bei einer Genehmigung wird die Arche ab Anfang 2027 keine Gottesdienste oder Veranstaltungen mehr ausrichten. Die Aktivitäten der Gemeinde werden dann vollständig in die Dorper Kirche verlegt – und damit endet eine Ära für diesen langjährigen Gemeinschaftsort.
