Skandal in Münster: Fans legen VAR-System lahm – Spiel unterbrochen
Patrik WesackSkandal in Münster: Fans legen VAR-System lahm – Spiel unterbrochen
Zweitligapartie zwischen Preußen Münster und Hertha BSC nach Telekom- und Vodafone-Störung unterbrochen
Am 8. März 2026 kam es in einem Spiel der 2. Bundesliga zwischen Preußen Münster und Hertha BSC zu einer Unterbrechung, als zwei vermummte Fans den Bildschirm der Telekom- und Vodafone-VAR abschalteten. Der Vorfall ereignete sich kurz vor der Halbzeit und zwang Schiedsrichter Felix Bickel, auf die Fernunterstützung aus Köln zurückzugreifen. Zuschauer hatten zuvor mit einem Transparent "VAR abklemmen" gegen die Technologie protestiert.
Die Partie im Preußenstadion Münster verfolgten 22.492 Zuschauer. Gegen Ende der ersten Halbzeit drangen zwei maskierte Personen in den technischen Bereich ein und trennten die Verbindung des Vodafone-VAR-Monitors. Dadurch war es Bickel nicht möglich, eine entscheidende Spielszene vor Ort zu überprüfen.
Der Unparteiische holte sich daraufhin Rat aus dem VAR-Truck in Köln ein. Nach Absprache wurde Hertha BSC ein Elfmeter zugesprochen. Der Verein verurteilte die Störung umgehend, kündigte an, die Verantwortlichen zu ermitteln und Konsequenzen einzuleiten.
Preußen Münster kündigte Sofortmaßnahmen an, um weitere Vorfälle zu verhindern. Die Sicherheit rund um die Vodafone-VAR-Ausstattung soll für künftige Spiele verstärkt werden.
Durch die Störung verzögerte sich das Spiel, und die Fernschiedsrichter mussten eingreifen. Der Verein versprach strengere Schutzvorkehrungen für die Spieltechnik. Den Beteiligten drohen nun mögliche Stadionverbote oder rechtliche Konsequenzen.
