Gehaltsdebatte bei der Film- und Medienstiftung NRW: 255.000 Euro für den Chef – und viele Fragen

Tom Gieß
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Ein Mann im Anzug und Krawatte steht an einem Rednerpult mit Mikrofon, umgeben von Flaggen und einem Bildschirm im Hintergrund, und scheint eine Äußerung über die Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar durch die Regierung an die Milchindustrie zu machen.Tom Gieß

Gehaltsdebatte bei der Film- und Medienstiftung NRW: 255.000 Euro für den Chef – und viele Fragen

Die Film- und Medienstiftung NRW steht wegen der Gehälter ihrer Führungskräfte und der Vergabe von Fördermitteln in der Kritik. Walid Nakschbandi, der geschäftsführende Direktor, bezog in seinem ersten Jahr ein Gehalt von 255.000 Euro, während auch andere hochrangige Mitarbeiter beträchtliche Bezüge erhielten. Zweifel gibt es zudem an der Transparenz bei der Verteilung des jährlichen Budgets von 35 Millionen Euro.

Nakschbandi übernahm die Leitung der Stiftung 2023 von Petra Müller, die im selben Jahr noch 241.000 Euro verdient hatte – ein Anstieg gegenüber den jeweils 213.000 Euro in den beiden Vorjahren. Sein Gehalt wird teilweise aus Landessteuermitteln und Gebühren öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten finanziert. Zuvor war er als Produzent für das ZDF und bei der Georg von Holtzbrinck Verlagsgruppe, zu der die Zeit gehört, tätig.

Unter seiner Führung förderte die Stiftung den Dokumentarfilm Now. Where To?, der sich mit dem Politiker Robert Habeck befasst. Christina Bentlage, Leiterin der Förderabteilung, verwaltet einen großen Teil des Budgets. Sie verfügt zudem über Prokura und ist mit dem Produzenten des Films liiert.

Frauke Gerlach, ehemalige Direktorin des Grimme-Instituts, erhielt Anfang 2024 knapp 48.200 Euro Festgehalt sowie rund 3.000 Euro für ihre Altersvorsorge. Ihre Gesamtbezüge für 2023, einschließlich der Rentenrückstellungen, beliefen sich auf etwa 147.000 Euro. Die Stiftung selbst befindet sich in gemeinsamer Trägerschaft: Das Land Nordrhein-Westfalen und der Westdeutsche Rundfunk (WDR) halten jeweils 40 Prozent, während ZDF und RTL sich die verbleibenden 20 Prozent teilen.

Die Arbeit der Stiftung läuft unter Nakschbandis Führung weiter, doch öffentlich einsehbare Daten über ihre Wirkung auf die Film- und Medienbranche der Region fehlen. Das jährliche Budget von 35 Millionen Euro bleibt ein zentraler Punkt – ebenso wie die Frage, nach welchen Kriterien die Mittel vergeben werden. Durch die organisatorische Struktur und die finanziellen Verbindungen zu den öffentlich-rechtlichen Sendern bleibt die Stiftung weiterhin Gegenstand von Prüfungen.

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