Volkstrauertag in Bergisch Gladbach: Mahnung für Frieden und Verantwortung
Patrik WesackVolkstrauertag in Bergisch Gladbach: Mahnung für Frieden und Verantwortung
Bergisch Gladbach gedenkt am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt
Mit einer feierlichen Gedenkveranstaltung hat Bergisch Gladbach am deutschen Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Unterdrückung gedacht. Die Zeremonie lenkte den Blick auf die anhaltenden Folgen von Konflikten – von den historischen Verwüstungen bis zu den heutigen Krisenherden. Nur wenige der Anwesenden erinnerten sich noch persönlich an das Ende des Zweiten Weltkriegs, doch die Botschaft blieb dringlich: Frieden ist kein Selbstläufer, sondern erfordert Einsatz und Verantwortung.
Die Veranstaltung erinnerte an die Nachkriegsschicksale Europas, als Städte in Trümmern lagen und Millionen Menschen Verluste zu beklagen hatten. Heute pflegt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Grabstätten in 45 Ländern und bewahrt so das Gedenken über Generationen hinweg. Doch aktuelle Kriege – wie Russlands Angriff auf die Ukraine oder die anhaltende Gewalt im Nahen Osten – zeigen, wie brüchig Stabilität bleibt.
Bürgermeister Marcel Kreutz mahnte in seiner Rede zu Solidarität und bürgerlichem Engagement. Er warnte vor Gleichgültigkeit und betonte, dass Frieden nicht selbstverständlich sei. Ein Zitat, das während der Veranstaltung geteilt wurde, unterstrich dies: Frieden sei ein aktiver Prozess – die Reduzierung von Gewalt und der Aufbau von Gerechtigkeit durch Dialog und Recht.
Die Teilnehmer*innen machten sich bewusst, dass Krieg Leid und frühen Tod bringt. Zwar ist Frieden unverzichtbar, doch die Gedenkfeier stellte klar: Er darf niemals auf Kosten der Ignoranz gegenüber Unterdrückung oder Ungerechtigkeit erkauft werden.
Der Tag diente als Mahnung – sowohl an die Opfer der Vergangenheit als auch an die Bedrohungen der Gegenwart. Angesichts der nach wie vor ungreifbaren dauerhaften Friedensperspektive in Regionen wie dem Nahen Osten wird der Aufruf zu Zusammenarbeit und geteilter Verantwortung immer dringlicher. Bergisch Gladbachs Gedenkveranstaltung brachte eine einfache Wahrheit auf den Punkt: Nachhaltiger Frieden braucht Wachsamkeit – nicht nur Erinnerung.
