DEL bleibt trotz Zuschauerrückgang Deutschlands zweitstärkste Liga nach der 1. Bundesliga
Patrik WesackDEG-Abstieg führt zu Zuschauer-Rückgang in der DEL - DEL bleibt trotz Zuschauerrückgang Deutschlands zweitstärkste Liga nach der 1. Bundesliga
Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) bleibt die nach der 1. Bundesliga zweitbeliebteste Sportliga Deutschlands gemessen an den Zuschauerzahlen. Doch in dieser Saison verzeichnete die Liga einen leichten Rückgang der Gesamtbesucherzahlen: Die durchschnittliche Zuschauerzahl pro Spiel sank von 7.781 auf 7.557. Trotz dieses Rückgangs stieg die Auslastung der Arenen jedoch von 88,6 auf 93,2 Prozent – ein Zeichen dafür, dass die Fans in kleineren Spielstätten die Ränge dichter füllen.
Ein Hauptgrund für den Rückgang war der Abstieg der Düsseldorfer EG, ein Verein, der zuvor fast 10.000 Zuschauer pro Spiel anzog. Ihr Fehlen hinterließ eine spürbare Lücke in den Besucherstatistiken. Gleichzeitig konnte der Neuaufsteiger aus Dresden nicht die erwarteten Zuschauerzahlen mobilisieren und verzeichnete im Schnitt etwa 4.000 Fans weniger pro Spiel als prognostiziert.
Die Kölner Haie blieben unangefochten an der Spitze der Zuschauerrankings und bauten ihre Führung in Europa weiter aus: Mit durchschnittlich 18.112 Fans pro Spiel in dieser Saison belegen sie weltweit Platz 13 unter den besten Besucherzahlen einer Hauptrunden-Mannschaft. Schon in der Saison 2022/23 hatten die Haie in der Lanxess Arena im Schnitt 10.247 Zuschauer pro Heimspiel verzeichnet.
Bis zum Ende dieser Hauptrunde werden voraussichtlich rund 2,74 Millionen Fans die Spiele der DEL besucht haben – etwa 110.000 weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang spiegelt sowohl den Wegfall der publikumsträchtigen Teams als auch die durchwachsenen Erfolge der neuen Vereine bei der Fanakquise wider.
Zwar sind die Gesamtzuschauerzahlen der Liga gesunken, doch die höhere Arena-Auslastung zeigt, dass die bestehende Fangemeinde weiterhin engagiert ist. Der Wegfall der großen Düsseldorfer Zuschauermassen und die geringere als erwartete Resonanz in Dresden erklären einen Großteil des Rückgangs. Dennoch beweisen die Rekordzahlen der Kölner Haie, dass Eishockey in seinen Kernmärkten nach wie vor auf starke lokale Unterstützung zählen kann.
