Brezel-Tattoos als skurriles Wahlkampf-Erbe der Grünen in Baden-Württemberg
Marlene SeifertWarum Özdemir noch kein Brezel-Tattoo hat - Brezel-Tattoos als skurriles Wahlkampf-Erbe der Grünen in Baden-Württemberg
Während des Wahlkampfs der Grünen in Baden-Württemberg wurden Brezel-Tattoos zu einem Symbol des Jubels. Einige Freiwillige ließen sich nach dem knappen Sieg am 9. März 2026 das Motiv stechen. Parteichef Cem Özdemir, der selbst kurz mit dem Gedanken spielte, sich ein Tattoo zuzufügen, entschied sich am Ende dagegen.
Die Idee war als lockere Abmachung unter Kampagnenmitarbeitern entstanden: Sollten die Grünen gewinnen, würden sie sich Brezel-Tattoos stechen lassen – eine Hommage an die Backtradition der Region. Nach dem engen Wahlergebnis setzten einige das Vorhaben tatsächlich um.
Özdemir hatte sogar ein Tattoo-Gerät griffbereit. Kurz überlegte er, selbst mitzumachen. Doch schließlich zog er sich zurück – vermutlich auch, weil er Tattoos zuvor als unnötig abgetan hatte.
Öffentliche oder mediale Reaktionen auf seine Entscheidung blieben aus. Stattdessen stand die Aufmerksamkeit den Freiwilligen zu, die stolz ihre neuen Tattoos präsentierten.
Die Brezel-Motive blieben als kleine, aber einprägsame Erinnerung an den erfolgreichen Wahlkampf. Während Özdemir ohne Tattoo blieb, tragen einige aus seinem Team die Spur bis heute. Die Aktion ist nun eine skurrile Fußnote zum Sieg der Grünen in Baden-Württemberg.
