Deutschlands Stromnetz wird flexibler – doch Tempo und Standards entscheiden über die Energiewende
Deutschlands Stromnetz wird flexibler – doch Tempo und Standards entscheiden über die Energiewende
Deutschlands Vorstoß für ein flexibleres und effizienteres Stromnetz gewinnt an Fahrt. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) betont die Notwendigkeit, den Ausbau von Netzsteuerungssystemen in den Verteilnetzen zu beschleunigen. Auf dem jüngsten Climate Solution Forum im Rahmen der E-world energy & water in Essen diskutierten Expertinnen und Experten zentrale Schritte zur Modernisierung des Stromnetzes, um den Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden.
Seit 2020 hat die Einführung von Steuerungssystemen in deutschen Mittelspannungsnetzen an Tempo gewonnen. Die Umsetzung von Technologien wie Redispatch 2.0 und der dynamischen Netzsteuerung soll bis 2025 um über 50 Prozent steigen. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen – darunter Netzengpässe, unzuverlässige Prognosen für Wind- und Solarstrom, Cybersecurity-Risiken sowie Verzögerungen bei der Standardisierung von Schnittstellen wie IEC 61850.
Der ZVEI hat zwei zentrale Handlungsfelder identifiziert: die Stärkung technischer Standards und die Schließung von Integrationslücken zwischen Komponenten. Der Verband machte zudem deutlich, dass isolierte Pilotprojekte nicht mehr ausreichen. Stattdessen seien eine flächendeckende Einführung, klare Schnittstellen und robuste regulatorische Rahmenbedingungen notwendig, um ein widerstandsfähiges und effizientes Energiesystem zu gewährleisten.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Digitalen Produktpass 4.0 (DPP4.0), der ein zuverlässiges Datenrahmenwerk für den gesamten Lebenszyklus eines Produkts schaffen soll. Sein Erfolg hängt von der praktischen Umsetzung, dem breiten Engagement der Industrie und dem Aufbau eines unabhängigen Datenökosystems ab. Der Pass soll als zentrale Datenquelle in einem interoperablen und datensouveränen digitalen Raum dienen.
Ab 2026 soll der Ausbau dieser Steuerungssysteme weiter beschleunigt werden, mit dem Ziel, bis 2027 spürbare Flexibilitätsgewinne in den Niederspannungsnetzen zu erzielen. Zwar existieren die technologischen Grundlagen für ein leistungsfähiges Netz bereits – doch Tempo, Standardisierung und konsequente Umsetzung werden über die künftige Resilienz des Systems entscheiden.
Die nächste Phase der Netmodernisierung erfordert eine systematische Skalierung von Pilotprojekten und eine engere Einbindung dezentraler Energiequellen. Die Empfehlungen des ZVEI zielen auf schnellere Implementierung, klarere Standards und eine stärkere branchenweite Zusammenarbeit ab. Weitere Details zu diesen Initiativen sind unter www.zvei.org verfügbar.
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