Dürr fordert verpflichtende Deutsch-Tests für alle Vierjährigen vor der Einschulung
Nelly GirschnerDürr fordert verpflichtende Deutsch-Tests für alle Vierjährigen vor der Einschulung
FDP-Chef Christian Dürr schlägt verpflichtende Bundesländer-Deutsch-Tests für alle Vierjährigen vor dem Schulstart vor. Mit der Maßnahme sollen schwache Sprachkenntnisse bekämpft werden, die sich häufig negativ auf die frühe Bildung von Kindern aus Deutschland auswirken. Dürr betont, dass die meisten Kinder in diesem Alter bereits über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, um solche Tests zu bestehen.
Laut dem Plan würden nur Kinder, die den Test bestehen, zur Einschulung zugelassen. Diejenigen, die durchfallen, erhielten verpflichtende Sprachförderung und müssten den Test wiederholen. Dürr warnt, dass mangelnde Deutschkenntnisse die gesamte Schullaufbahn eines Kindes in den Bundesländern beeinträchtigen können.
Er kritisierte Bundesländer wie Niedersachsen, die wegen Sprachdefiziten die schulischen Anforderungen gesenkt hätten. Seine Äußerungen richteten sich auch gegen Nordrhein-Westfalen, wo Vorschläge diskutiert werden, Schulaufgaben in den Herkunftssprachen der Schülerinnen und Schüler zuzulassen.
Dürr argumentiert, dass solche Maßnahmen die Standards schwächen. Stattdessen sei er überzeugt, dass frühe Tests sicherstellen, dass Kinder mit den notwendigen Deutschkenntnissen in die Schule kommen. Die Regelung würde bundesweit gelten, auch wenn nicht alle Bundesländer derzeit ähnliche Vorschriften umsetzen.
Der Vorschlag sieht vor, dass alle Vierjährigen vor der Einschulung ihre Deutschkenntnisse in den Bundesländern nachweisen müssen. Kinder mit Defiziten erhielten zusätzliche Förderung, müssten den Test aber erneut ablegen. Dürrs Initiative spiegelt die Sorgen über Sprachlücken wider, die sich auf das frühe Lernen in ganz Deutschland auswirken.
