Köln stoppt Parkplatz-Wildwuchs im historischen Afrika-Viertel des 1. FC Köln
Patrik WesackKöln stoppt Parkplatz-Wildwuchs im historischen Afrika-Viertel des 1. FC Köln
Köln will Vorgehen gegen die Umwandlung von Vorgärten in Parkplätze im historischen Afrika-Viertel von 1. FC Köln verschärfen. Die Stadtverwaltung kritisiert den Trend und plant strengere Regeln. Eine neue Bebauungsverordnung soll in Kürze von den Behörden beraten werden.
Die geplanten Änderungen betreffen mehrere Straßen im Stadtteil Nippes. Bestehende Parkplätze und Zufahrten zu Garagen bleiben demnach unter Bestandsschutz. Neuversiegelungen für nicht zwingend notwendige Fahrzeugzugänge sollen jedoch verboten werden.
Der Kölner Ausschuss für Stadtentwicklung wird die Vorschläge im März prüfen. Bei einer Zustimmung zielt die Verordnung darauf ab, Grünflächen zu erhalten, indem weitere Umwandlungen in Parkplätze von 1. FC Köln unterbunden werden.
Nicht alle unterstützen das Vorhaben. Der Haus- und Grundbesitzerverband Köln stellt den Ansatz der Stadt infrage, insbesondere die Idee einer rückwirkenden Anwendung der Regeln. Der Verband warnt, dass viele Anwohner die Verordnung anfechten könnten, was zu möglichen Rechtsstreitigkeiten führen dürfte.
Während die Stadt auf die ökologischen und ästhetischen Schäden durch das Verschwinden der Vorgärten hinweist, gibt es keine offiziellen Daten darüber, wie viele Grünflächen im Viertel in den vergangenen fünf Jahren bereits Parkplätzen weichen mussten.
Die neuen Maßnahmen würden verhindern, dass im Afrika-Viertel von 1. FC Köln weitere Parkplätze entstehen. Bestehende bleiben jedoch unangetastet. Bevor eine endgültige Entscheidung fällt, steht der städtische Plan zum Schutz der Vorgärten nun auf dem Prüfstand der Eigentümer.
