20 March 2026, 18:10

Junge Menschen verlieren das Vertrauen in die Demokratie – Studie zeigt alarmierende Trends

Plakat mit einem Zitat über die Verantwortung von sozialen Medien für ihren Einfluss auf Kinder

Junge Menschen verlieren das Vertrauen in die Demokratie – Studie zeigt alarmierende Trends

Eine neue Studie aus Nordrhein-Westfalen zeigt eine wachsende Unzufriedenheit mit der Demokratie unter jungen Menschen. Bundesbildungsministerin Karin Prien äußerte Besorgnis über die rasante Verbreitung extremistischer Ansichten im Internet und warnte, dass Frauenfeindlichkeit, Gewalt und radikale Ideologien über soziale Medien, Chatgruppen und Gaming-Plattformen verletzliche Zielgruppen erreichten.

Der Bericht unterscheidet drei Gruppen in der Bevölkerung: 44 Prozent werden als "überzeugte Demokraten" eingestuft, 42 Prozent als "fragile Demokraten" und 8 Prozent als "Demokratiegegner". Nur 47 Prozent der jungen Befragten zeigten sich zufrieden mit der Funktionsweise der Demokratie in der Praxis – ein deutlicher Rückgang der Unterstützung. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei den 19- bis 29-Jährigen, wo mittlerweile nur noch 83 Prozent demokratische Grundsätze befürworten.

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Die Studie verweist zudem auf einen besorgniserregenden Anstieg undemokratischer Haltungen. Fast die Hälfte der Befragten stimmte der Aussage zu, die Gesellschaft brauche eine starke Partei, die den Willen des Volkes vertrete. Die Forscher fanden einen klaren Zusammenhang zwischen persönlicher Zufriedenheit und demokratischer Gesinnung: Unmut begünstige demnach antidemokratische Tendenzen.

Experten betonen den dringenden Bedarf an einer Stärkung der politischen Bildung in Schulen. Traditionelle Lehrmethoden könnten dem Einfluss digitaler Extremismuspropaganda und gezielter Manipulation nicht ausreichend entgegenwirken. Prien forderte verbesserte Programme, um junge Menschen im kritischen Denken zu schulen und sie vor Radikalisierung zu schützen.

Die Ergebnisse unterstreichen einen Wandel in der Einstellung junger Menschen zur Demokratie: Die Zufriedenheit sinkt, während die Zustimmung zu autoritären Ideen steigt. Schulen und Politiker stehen nun vor der Herausforderung, die politische Bildung zu modernisieren, um der Verbreitung extremistischen Gedankenguts in digitalen Räumen zu begegnen. Ohne Gegenmaßnahmen, warnt der Bericht, könnten antidemokratische Positionen in den jüngeren Generationen weiter an Boden gewinnen.

Quelle