05 April 2026, 10:12

HAPPA revolutioniert Berlins pflanzliche Küche – ohne veganes Label, aber mit klarem Konzept

Außensitzbereich des Green Kitchen Vegan Cafe mit Tischen, Stühlen, Pflanzen, einer Matte und einer Glastür mit Postern, der in einen Innenbereich mit Tischen, Stühlen und Deckenleuchten führt.

HAPPA revolutioniert Berlins pflanzliche Küche – ohne veganes Label, aber mit klarem Konzept

Ein neues Restaurant in Berlin geht frische Wege in der pflanzlichen Küche: HAPPA, gegründet von Sophia Hoffmann und Nina Peterson, verzichtet bewusst auf das Label "vegan" – serviert aber ausschließlich pflanzliche Gerichte. Hinter dem Konzept stehen Fairness, Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit, ohne Kompromisse bei Qualität oder Ethik.

Sophia Hoffmann lebt seit zwölf Jahren vegan, angetrieben von ihrem Mitgefühl für Tiere. Ihre vier veröffentlichten Kochbücher spiegeln ihr Engagement für ethisches Essen wider – mit Rezepten, die vegane Küche mit sozialen und ökologischen Werten verbinden. Bei HAPPA prägen diese Prinzipien jeden Aspekt der Speisekarte.

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Das Restaurant bezieht sein Gemüse von Querfeld, einer Initiative, die "unperfektes" oder krummes Obst und Gemüse rettet – Ware, die Supermärkte oft aussortieren. Der Kaffee stammt von Angelique's Finest, einer Frauenkooperative aus Ruanda, und unterstreicht damit HAPPAs Anspruch, postkoloniale Handelsstrukturen zu hinterfragen. Faire Löhne, besonders für Frauen, sind ebenfalls zentraler Bestandteil des Konzepts.

Von Montag bis Donnerstag bietet HAPPA ein Mittagsmenü mit biologischen, abfallarmen Gerichten an – zu Preisen, die für alle erschwinglich bleiben, teilweise unter zehn Euro. Neben dem regulären Betrieb finden monatlich sechs Abendveranstaltungen statt, zudem sind private Buchungen möglich. Ein kleines Team aus zwei Köchinnen und drei Servicekräften sorgt für reibungslose Abläufe.

Trotz seines klaren ethischen Standpunkts sucht man das Wort "vegan" auf HAPPAs Karte vergeblich. Die Gründerinnen setzen lieber darauf, dass das Essen – und seine Herkunft – für sich spricht.

HAPPAs Modell verbindet Bezahlbarkeit mit einer deutlichen sozialen Mission: Durch die Rettung von Lebensmitteln, faire Handelsbeziehungen und angemessene Löhne bietet das Restaurant eine Alternative zum herkömmlichen Gastronomiebetrieb. Der Ansatz trifft den Nerv der Zeit – für Mahlzeiten, die Mensch, Tier und Planet gerecht werden.

Quelle