15 April 2026, 16:11

Ferdinand Aßhoff legt Amt als Düreners Landrat nach Skandalen nieder

Alte Karte aus dem 18. Jahrhundert von Köln, Deutschland, die Gebäude, Bäume und Text auf altem Papier zeigt.

Ferdinand Aßhoff legt Amt als Düreners Landrat nach Skandalen nieder

Ferdinand Aßhoff hat offiziell sein Amt als kommissarischer Landrat des Kreises Düren niedergelegt. Sein Rücktritt folgt auf monatelange Kontroversen, darunter strenge Sparmaßnahmen und einen viel beachteten Schmugelskandal. Bei einer Abschiedsfeier wurde das Ende seiner Amtszeit markiert – doch prominente Persönlichkeiten blieben auffällig fern.

Aßhoffs Ernennung zum interimistischen Vertreter war nach Worten des Kölner Regierungspräsidenten Thomas Wilk beispiellos. Mit dem Auftrag, den Kreis Düren zu stabilisieren, trieb er finanzielle Kürzungen voran, um die Belastung der Kommunen zu verringern. Eine seiner umstrittensten Entscheidungen war die Wiedereinführung von Kita-Gebühren, die auf massive Kritik stieß.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seine Amtszeit fiel zusammen mit den Nachwehen einer Schmuggelaffäre, die mit dem ehemaligen Beamten Wolfgang Spelthahn in Verbindung gebracht wird. Der Skandal setzte die Mitarbeiter der Kreisverwaltung unter enormen Druck, die mit den Folgen des administrativen Chaos konfrontiert waren. Trotz dieser Herausforderungen hielt Aßhoff an seiner Linie strenger Haushaltsdisziplin fest.

An der Verabschiedungsfeier nahm Ralf Nolten, der neu gewählte Landrat, nicht teil. Nolten, der sich öffentlich gegen Aßhoffs Sparpolitik ausgesprochen hatte, befand sich während der Veranstaltung im Urlaub. Seine Abwesenheit unterstrich die nachwirkenden Spannungen aus Aßhoffs Amtszeit.

Mit der nun formalisierten Entlassung Aßhoffs steht der Kreis Düren vor der Aufgabe, die Folgen des Schmugelskandals und die finanziellen Belastungen zu bewältigen. Der Übergang in Noltens Führung wird zeigen, wie sich die Region weiterentwickelt. Besonders die Kreisbediensteten werden genau beobachten, ob nach Monaten der Turbulenzen wieder Stabilität einkehrt.

Quelle