Ferdinand Aßhoff legt Amt als Düreners Landrat nach Skandalen nieder
Marlene SeifertFerdinand Aßhoff legt Amt als Düreners Landrat nach Skandalen nieder
Ferdinand Aßhoff hat offiziell sein Amt als kommissarischer Landrat des Kreises Düren niedergelegt. Sein Rücktritt folgt auf monatelange Kontroversen, darunter strenge Sparmaßnahmen und einen viel beachteten Schmugelskandal. Bei einer Abschiedsfeier wurde das Ende seiner Amtszeit markiert – doch prominente Persönlichkeiten blieben auffällig fern.
Aßhoffs Ernennung zum interimistischen Vertreter war nach Worten des Kölner Regierungspräsidenten Thomas Wilk beispiellos. Mit dem Auftrag, den Kreis Düren zu stabilisieren, trieb er finanzielle Kürzungen voran, um die Belastung der Kommunen zu verringern. Eine seiner umstrittensten Entscheidungen war die Wiedereinführung von Kita-Gebühren, die auf massive Kritik stieß.
Seine Amtszeit fiel zusammen mit den Nachwehen einer Schmuggelaffäre, die mit dem ehemaligen Beamten Wolfgang Spelthahn in Verbindung gebracht wird. Der Skandal setzte die Mitarbeiter der Kreisverwaltung unter enormen Druck, die mit den Folgen des administrativen Chaos konfrontiert waren. Trotz dieser Herausforderungen hielt Aßhoff an seiner Linie strenger Haushaltsdisziplin fest.
An der Verabschiedungsfeier nahm Ralf Nolten, der neu gewählte Landrat, nicht teil. Nolten, der sich öffentlich gegen Aßhoffs Sparpolitik ausgesprochen hatte, befand sich während der Veranstaltung im Urlaub. Seine Abwesenheit unterstrich die nachwirkenden Spannungen aus Aßhoffs Amtszeit.
Mit der nun formalisierten Entlassung Aßhoffs steht der Kreis Düren vor der Aufgabe, die Folgen des Schmugelskandals und die finanziellen Belastungen zu bewältigen. Der Übergang in Noltens Führung wird zeigen, wie sich die Region weiterentwickelt. Besonders die Kreisbediensteten werden genau beobachten, ob nach Monaten der Turbulenzen wieder Stabilität einkehrt.






