15 April 2026, 18:12

Europas Militär setzt auf E-Fuels: Rheinmetall baut riesiges PtX-Netzwerk auf

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland."

Europas Militär setzt auf E-Fuels: Rheinmetall baut riesiges PtX-Netzwerk auf

Ein Bündnis deutscher Industrie- und Cleantech-Unternehmen baut ein Netzwerk modularer E-Fuel-Anlagen in ganz Europa auf. Das Projekt mit dem Namen Giga PtX zielt darauf ab, bis 2030 synthetische Kraftstoffe für die europäischen Streitkräfte bereitzustellen. Federführend in der Allianz ist Rheinmetall, ein Spezialist für Verteidigungsinfrastruktur.

Im Rahmen der Initiative sollen in den nächsten sechs Jahren mehrere hundert E-Fuel-Anlagen entstehen. Jede dieser Anlagen wird jährlich zwischen 5.000 und 7.000 Tonnen Diesel, Marinediesel oder Kerosin produzieren. Gemeinsam sollen sie innerhalb von fünf Jahren etwa 20 Millionen Liter E-Fuels pro Jahr liefern.

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Rheinmetall übernimmt die Planung, den Bau, die Wartung und den Betrieb der Anlagen. Das Unternehmen investiert zudem eigene Mittel, um den Ausbau der europäischen Power-to-X-Infrastruktur zu beschleunigen.

Der Elektrolysehersteller Sunfire stellt den für die Produktion benötigten Wasserstoff bereit. Greenlyte, ein Spezialist für CO₂-Abscheidung, liefert das eingefangene Kohlendioxid. Ineratec wandelt diese Rohstoffe anschließend mit seinen Fischer-Tropsch-Syntheseanlagen in synthetische Kraftstoffe um.

Das Giga PtX-Projekt soll eine lokale und unabhängige Kraftstoffversorgung für militärische Zwecke schaffen. Durch die Kombination von Wasserstoff, abgetrenntem CO₂ und modernster Synthesetechnologie plant das Bündnis den Aufbau eines zuverlässigen Netzes von E-Fuel-Anlagen in Europa. Die ersten Anlagen sollen in den kommenden Jahren in Betrieb gehen.

Quelle