15 April 2026, 10:11

Erstes Medizinstudenten-Praktikum im Gesundheitsamt Herford soll Ärztemangel bekämpfen

Schwarzes und weißes Foto von formell gekleideten Männern, die vor einem Gebäude posieren, mit Text unten, der lautet: "Medizinische Fakultät der Universität New York und die Gründer des medizinischen Departments."

Erstes Medizinstudenten-Praktikum im Gesundheitsamt Herford soll Ärztemangel bekämpfen

Laura Rogalski, eine 30-jährige Medizinstudentin aus Ulm, ist die erste Referendarin, die ein Praktikum im Gesundheitsamt des Kreises Herford absolviert hat. Während ihres zweiwöchigen klinischen Einsatzes erhielt sie Einblicke in verschiedene Bereiche der öffentlichen Gesundheitsversorgung – von der Infektionsbekämpfung bis hin zu Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter. Das Praktikum ist Teil einer umfassenderen Initiative des Landkreises, um junge Ärztinnen und Ärzte für die Region zu gewinnen.

Rogalski, die ursprünglich aus Bad Salzuflen stammt, plant nach ihrem Studium in ihre Heimatregion zurückzukehren. Während ihres Praktikums arbeitete sie in mehreren Abteilungen mit, darunter Infektionsschutz, psychiatrische Notfallversorgung, Schuleingangsuntersuchungen und Beratung zur sexuellen Gesundheit. Zudem nahm sie an routinemäßigen Kindervorsorgeuntersuchungen und ambulanten Praxisbegehungen teil.

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Das Gesundheitsamt des Kreises Herford engagiert sich bereits seit einiger Zeit für den Nachwuchs: Durch Vorlesungen und Seminare an der medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld knüpft es Kontakte zu Studierenden. Allein für das Jahr 2025 wurden bereits über 60 Förderanträge für Praktika bewilligt. Der Landkreis unterstützt Studierende, die ihr Praktikum oder ihr Praktisches Jahr in lokalen Krankenhäusern, Arztpraxen oder der Kreisverwaltung absolvieren, mit bis zu 400 Euro monatlich.

Markus Altenhöner, Landrat und Leiter des Gesundheitsressorts, traf sich mit Rogalski, um über ihre Erfahrungen und die Bemühungen des Amtes zu sprechen, junge Mediziner in der Region zu halten. Er hofft, dass die finanzielle Förderung mehr Studierende dazu bewegt, nach ihrem Abschluss im Kreis Herford zu bleiben und zu arbeiten. Auch Dr. Isabell Schultheis, Leiterin des Gesundheitsamtes, betonte die Bedeutung des öffentlichen Gesundheitsdienstes und den Wert von Rogalskis Praktikum für die Stärkung der lokalen Gesundheitsversorgung.

Mit dem Förderprogramm will der Landkreis langfristig die ärztliche Versorgung in der Region sichern. Rogalskis Praktikum soll dabei als Vorbild dienen, um mehr Medizinstudierende dazu zu motivieren, ihre Karriere im Kreis Herford aufzubauen. Die Initiative verbindet finanzielle Unterstützung mit praktischer Erfahrung, um den lokalen Bedarf im Gesundheitswesen zu decken.

Quelle