Bundesweite Zoll-Razzia gegen Schwarzarbeit im Sicherheitssektor gestartet
Marlene SeifertBundesweite Zoll-Razzia gegen Schwarzarbeit im Sicherheitssektor gestartet
Deutsche Zollbehörden starten bundesweite Großrazzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung
Die deutschen Zollfahnder haben eine groß angelegte bundesweite Kontrollwelle gegen nicht gemeldete Arbeit und illegale Beschäftigung eingeleitet. Im Fokus steht diesmal der Sicherheits- und privater Objektschutzsektor. Über 2.100 Beamte sind an der Aktion beteiligt. Die Überprüfungen konzentrieren sich auf Veranstaltungssicherheit und Bewachungsdienste im gesamten Land.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls leitet die Kampagne. Die Beamten prüfen unter anderem unangemeldete Leiharbeit, Verstöße gegen den Mindestlohn sowie die Einhaltung der Sozialversicherungspflicht. Zudem werden Sozialleistungsbetrug und die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte untersucht.
Die Kontrollen basieren auf Risikoanalysen und kombinieren stichprobenartige Checks mit umfassenden Betriebsprüfungen. Zwar verschärft der Zoll regelmäßig die Überwachung in besonders anfälligen Branchen, doch die aktuelle Großaktion ist Teil einer breiter angelegten Offensive zur Durchsetzung fairer Arbeitsbedingungen. Bisher haben über 1.200 Kontrollen Verstöße aufgedeckt, wobei Bußgelder in Höhe von rund 500.000 Euro noch geprüft werden.
Erste vorläufige Ergebnisse der Razzia sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden. Die FKS spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Sozialversicherungssysteme und der öffentlichen Einnahmen sowie bei der Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen.
Ziel der Aktion ist es, die Einhaltung der Vorschriften in einer Branche zu stärken, die besonders anfällig für Schwarzarbeit ist. Noch liegen keine abschließenden Zahlen zu Strafen oder rechtlichen Schritten vor. Die Kampagne läuft mindestens bis April 2026 und umfasst fortlaufende Kontrollen und Durchsetzungsmaßnahmen.






