05 April 2026, 02:12

64 Millionen Euro mit illegalen Film-Downloads: Betreiber vor Gericht

Gelblicher Rechtsdokument mit der Überschrift "Tribunal Révolutionnaire", der Urteile in Frankreich beschreibt, geschrieben in geschwungener Schrift.

Illegal Distribution of Movies and Series: Two Years' Probation in Aachen - 64 Millionen Euro mit illegalen Film-Downloads: Betreiber vor Gericht

Ein 59-jähriger Mann musste sich wegen des Betriebs eines großangelegten Datei-Hosting-Dienstes vor Gericht verantworten, über den angeblich mehr als 30.000 urheberrechtlich geschützte Filme und Fernsehserien verbreitet wurden. Die Plattform war von 2008 bis 2019 aktiv und erzielte in dieser Zeit Umsätze von über 64 Millionen Euro. Laut Staatsanwaltschaft wurden über den Dienst fünf Jahre lang illegal geschützte Inhalte verbreitet, bevor er abgeschaltet wurde.

Der Angeklagte hatte den Datei-Hosting-Dienst 2008 gestartet und Nutzern damit ermöglicht, Filme und Serien ohne Genehmigung hochzuladen und herunterzuladen. Auf dem Höhepunkt seines Bestehens konnte die Plattform bis zu 20 Millionen Gigabyte an Daten speichern. Allein zwischen Oktober 2014 und Oktober 2019 stellten Ermittler fest, dass über die Seite mehr als 30.000 geschützte Werke zugänglich gemacht wurden.

Im Mittelpunkt des Prozesses stand die Rolle des Betreibers bei der Ermöglichung des Zugriffs auf urheberrechtlich geschütztes Material. Die Staatsanwaltschaft forderte eine zweijährige Bewährungsstrafe und argumentierte, dass das Ausmaß der Operation eine strengere Strafe rechtfertige. Die Verteidigung hingegen plädierte für eine mildere Strafe von einem Jahr und elf Monaten mit der Begründung, der Angeklagte habe nicht in diesem Umfang gegen das Gesetz verstoßen wollen.

Das Gericht hat ein Urteil gefällt, doch das Verfahren ist noch nicht rechtskräftig, da eine Berufung möglich ist. Seit 2019 gab es keine weiteren bekannten juristischen Entwicklungen in ähnlichen Fällen in Deutschland.

Der Fall verdeutlicht das finanzielle Ausmaß illegaler Datei-Weitergabe-Dienste: Allein dieser Dienst erwirtschaftete vor seiner Schließung über 64 Millionen Euro. Obwohl das Urteil noch nicht endgültig ist, unterstreicht der Prozess die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung des Urheberrechts im digitalen Raum. Das Ergebnis könnte Präzedenzwirkung für künftige Strafverfolgungen in diesem Bereich haben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle