Willich streicht Deutschlandticket für Schüler – und löst damit Proteste aus
Marlene SeifertWillich streicht Deutschlandticket für Schüler – und löst damit Proteste aus
Schülerinnen und Schüler in Willich profitieren derzeit vom Deutschlandticket, das ihnen umfangreiche Reiseoptionen bietet. Doch die Pläne, es durch das deutlich eingeschränkte SchokoTicket zu ersetzen, sorgen für Diskussionen. Kritiker befürchten, dass die Umstellung die Freiheit und sozialen Möglichkeiten junger Menschen einschränken würde.
Bisher nutzen berechtigte Schüler in Willich das Deutschlandticket für Fahrten in ganz Deutschland. Ab dem nächsten Jahr soll jedoch nur noch das SchokoTicket gefördert werden – und das ermöglicht lediglich Reisen innerhalb des VRR-Netzes.
Die SPD lehnt den Wechsel entschieden ab. Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, argumentiert, dass die Abschaffung des Deutschlandtickets das 25-Millionen-Euro-Haushaltsloch der Stadt nicht schließen werde. Er betont, dass das Ticket weit mehr leiste als nur Schulwege abudecken: Es ermöglichte jungen Menschen, Freunde zu besuchen, Freizeitaktivitäten wahrzunehmen und selbstständig mobil zu sein.
Die Partei verweist zudem auf die Bedeutung des Tickets für Familien ohne Auto oder solche, die bewusst darauf verzichten. Ohne das Deutschlandticket drohe eine erhebliche Einschränkung der Mobilität und gesellschaftlichen Teilhabe junger Menschen, warnen die Sozialdemokraten.
Die geplante Umstellung auf das SchokoTicket würde die Reiseoptionen für Willicher Schüler deutlich verringern. Zwar steht die Stadt unter finanziellem Druck, doch die SPD hält daran fest, dass die Streichung des Deutschlandtickets die Bewegungsfreiheit junger Menschen stark beeinträchtigen würde. Wie die Entscheidung schließlich ausfällt, bleibt vorerst offen.






