Wiesbadens Kürbissuppen-Fest feiert Kunst, Gemeinschaft und eine ikonische Skulptur von Yayoi Kusama
Patrik WesackWiesbadens Kürbissuppen-Fest feiert Kunst, Gemeinschaft und eine ikonische Skulptur von Yayoi Kusama
Wiesbadens jährliches Kürbissuppen-Fest lockte am Samstagmorgen etwa zwei Dutzend Besucher an. Das Event feierte Gemeinschaft, Kreativität und die gemeinsame Liebe zu Kürbissen – von winzigen Hokkaido-Sorten bis zu meterhohen Prunkstücken. Im Mittelpunkt stand eine berühmte Skulptur, die nach Jahren auf dem Gelände des Dern'schen Anwesens nun auf dem Wochenmarkt einen neuen Platz gefunden hat.
Der Auftakt des Festes folgte einer skurrilen Tradition: Wer eine Schüssel der gespendeten Kürbissuppe kosten wollte, musste die "Ode an den Kürbis" anstimmen. Die Gäste tauschten zudem Rezepte aus und diskutierten über alles – von zarten Speisekürbissen bis zu riesigen Zierkürbissen.
Höhepunkt des Tages war die ikonische Kürbisskulptur der Stadt, die die japanische Künstlerin Yayoi Kusama 2004 für den Wiesbadener "Kunstsommer" schuf. Zwar hat ihre mit Polka Dots verzierte Glasfaseroberfläche über die Jahre gelitten, doch die Struktur selbst ist intakt geblieben. Nach wiederholten öffentlichen Wünschen wurde das Werk vom Dern'schen Anwesen an seinen heutigen Standort neben dem Markt verlegt.
Jedes Jahr verändert sich die Skulptur – teils durch natürliches Wachstum, teils durch künstlerische Eingriffe. Das Fest knüpft an ihren Geist an und verbindet Schenken und Empfangen. Einheimische und Neuzugezogene, Jung und Alt, kamen zusammen, um zu probieren, zu plaudern und die Tradition mitzugestalten.
Die Veranstalter bezeichneten das Fest als ein "Wiesbadener Highlight", bei dem Generationen, Kulturen und Geschmacksrichtungen aufeinandertreffen. Die Mischung aus kulinarischen Köstlichkeiten, Musik und Kunst sorgte für eine lebendige Atmosphäre am Vormittag.
Das Kürbissuppen-Fest hat Kusamas Skulptur eine neue Rolle im Stadtleben gegeben. Ihr Standort am Markt stellt sicher, dass noch mehr Menschen das Kunstwerk – und die Suppen, Lieder und Geschichten, die es nun umranken – erleben können. Mit seiner Verbindung aus Kreativität und Gemeinschaft dürfte das Event auch künftig eine beliebte Herbsttradition bleiben.






