Traditionelle Parfümerie-Kette Pieper meldet überraschend Insolvenz an
Marlene SeifertTraditionelle Parfümerie-Kette Pieper meldet überraschend Insolvenz an
Die in Herne ansässige Parfümerie-Kette Pieper hat nach jahrelanger Tätigkeit in ganz Deutschland Insolvenz angemeldet. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten versichert das Unternehmen Kunden und Mitarbeitenden jedoch, dass der Geschäftsbetrieb vorerst wie gewohnt weiterläuft.
Pieper, das über 1.000 Beschäftigte zählt, betreibt derzeit noch 113 Filialen – nach jüngsten Schließungen. Der Großteil der Geschäfte liegt im Ruhrgebiet, weitere Standorte gibt es in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Städte wie Beckum, Ahlen, Oelde und Warendorf beherbergen weiterhin aktive Filialen.
Im Geschäftsjahr 2021/22 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 113,7 Millionen Euro. Doch die anhaltenden finanziellen Probleme führten nun zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Dank des deutschen Insolvenzgelds sind die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden für die nächsten drei Monate gesichert.
Über die Zukunft des Unternehmens – etwa mögliche Stellenstreichungen oder weitere Filialschließungen – wurde noch nicht entschieden. Die Insolvenzverwalter werden die Lage in den kommenden Wochen prüfen.
Die Insolvenzanmeldung von Pieper markiert einen entscheidenden Moment für den traditionsreichen Händler. Zwar läuft der Betrieb vorerst weiter, doch die anstehenden Restrukturierungsentscheidungen werden den weiteren Weg des Unternehmens prägen. Über 1.000 Beschäftigte und Dutzende Filialen warten nun auf Klarheit über ihre Zukunft.






