Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Nachbarbezirken ab
Kirchenkreis Solingen trifft sich zur Herbstsynode – Abstimmung über Fusion mit Nachbarbezirken
Der Evangelische Kirchenkreis Solingen kommt an diesem Wochenende zu seiner Herbstsynode in der Stadtkirche Mitte am Fronhof zusammen. Die Delegierten stimmen über einen zentralen Antrag ab: die Fusion mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Sollte der Prozess genehmigt werden, könnte dies die kirchliche Struktur der Region in den kommenden Jahren grundlegend verändern.
Die Synode beginnt am Freitag, dem 14. November, um 18:00 Uhr mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Klaus Hammes aus Ohligs. Nach einem kleinen Imbiss verlagern sich die Beratungen in den Bürgersaal, wo finanzielle Themen im Mittelpunkt stehen. Die Delegierten befassen sich mit den Haushaltsplänen für 2026 – sowohl für den Kirchenkreis als auch für die Solinger Diakonie – und würdigen zudem Pfarrerin Astrid Klumb für ihr Engagement.
Am zweiten Tag startet das Programm bereits am Samstag, dem 15. November, um 8:30 Uhr mit einer Andacht von Predigerin Miriam Hindenberger, ebenfalls aus Ohligs. Alle Sitzungen bleiben öffentlich zugänglich. Ein zentraler Tagesordnungspunkt ist die Abstimmung über die Einleitung des Fusionsprozesses mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Erste Gespräche hatten im Sommer 2025 begonnen; eine gemeinsame Sitzung der drei Synodalvorstände Anfang November sprach sich dafür aus, die Fusion ab Januar 2026 vorzubereiten.
Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass eine vollständige Eigenständigkeit die Ressourcen Solingens überlasten würde. Eine Zusammenlegung biete hingegen eine effizientere Struktur, so Werner. Der Solinger Kreissynodalvorstand (KSV) strebt an, die eigenen Gemeinden als eigenständigen Bereich innerhalb des neuen Kirchenkreises zu erhalten. Bei Zustimmung aller Synoden und der Landeskirche könnte die Fusion drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen.
Neben der Fusionsabstimmung steht die Initiative "Klingenkirche 2030" auf der Agenda. Zudem wird ein Grußwort des neu gewählten Solinger Oberbürgermeisters, Daniel Flemm, erwartet.
Das Ergebnis der Synodalabstimmung entscheidet, ob der Fusionsprozess voranschreitet. Bei einer Zustimmung folgen weitere Verhandlungen sowie die endgültigen Beschlüsse aller beteiligten Synoden und der Landeskirche. Die geplanten Änderungen würden einen bedeutenden Wandel für die Solinger Gemeinden innerhalb des größeren Kirchenkreises bedeuten.






