17 March 2026, 01:08

Solinger Kirchenkreis plant radikale Immobilien-Reform bis 2027

Eine evangelische Kirche steht in der Mitte einer Straße, mit einer Straße unten, Pflanzen und Bäumen im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel darüber.

Solinger Kirchenkreis plant radikale Immobilien-Reform bis 2027

Kirchenkreis Solingen plant Umstrukturierung seiner Immobilien angesichts sinkender Mitgliederzahlen und schrumpfender Finanzen

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hat Pläne vorgestellt, seine Liegenschaften angesichts rückläufiger Gemeindezahlen und schwindender finanzieller Mittel neu auszurichten. Eine von Hartmut Hoferichter geleitete Arbeitsgruppe hat eine Strategie erarbeitet, die vorsehen könnte, einige Kirchen zu schließen, während andere weitergenutzt werden. Endgültige Entscheidungen über die Gebäude müssen bis Ende 2027 getroffen werden.

Der Kirchenkreis steht vor einem drastischen finanziellen Rückgang und rechnet bis Mitte der 2030er-Jahre nur noch mit der Hälfte der aktuellen Mittel. Diese Entwicklung zwingt zu einer Überprüfung aller Immobilien, die in drei Kategorien eingeteilt werden sollen: solche, die langfristig erhalten bleiben, solche, die einer weiteren Prüfung bedürfen, und solche, die für den kirchlichen Gebrauch nicht mehr geeignet sind.

Die Empfehlungen der Arbeitsgruppe betonen zudem die Notwendigkeit umfangreicher Sanierungen, um das Ziel der Evangelischen Kirche im Rheinland – klimaneutrale Betriebsabläufe bis 2035 – zu erreichen. Die Gemeinde der Lutherkirche hat bereits bestätigt, ihr Gebäude bis 2030 zu räumen.

Eine außerordentliche Synode am 14. März 2026 wird die Pläne beraten, allerdings ist noch unklar, ob dort konkrete Beschlüsse gefasst werden. Die Zukunft der City-Kirche Mitte, die aufgrund ihrer zentralen Lage und guten Erreichbarkeit geschätzt wird, steht ebenfalls noch zur Diskussion.

Die Vorschläge kommen zu einer Zeit, in der der Kirchenkreis mit weniger Gottesdienstbesuchern und steigenden Kosten kämpft – eine Situation, die die Verantwortlichen dazu drängt, die Nutzung der Gebäude grundlegend zu überdenken oder sogar über deren Erhalt zu entscheiden.

Bis Ende 2027 muss der Kirchenkreis seine Immobilienstrategie finalisieren. Einige Gebäude werden geschlossen, andere könnten nach Modernisierungen offen bleiben, und wieder andere bedürfen weiterer Prüfung. Die Änderungen sollen den Spagat zwischen schrumpfenden Finanzen und dem Ziel nachhaltiger, klimaneutraler Betriebsabläufe bis 2035 meistern.

AKTUALISIERUNG

Lutherkirche plant nach 2030 große Veranstaltungen zu veranstalten

Die Lutherkirche wird auch nach 2030 als kulturelles und Gemeindezentrum erhalten bleiben, obwohl die regelmäßigen Sonntagsgottesdienste eingestellt werden. Wichtige Entwicklungen sind:

  • "Die Lutherkirche wird nicht aufgegeben", betonte Hansjörg Schweikhart und betonte die fortgesetzten Weihnachts- und Konfirmationsgottesdienste.
  • Ein Gebäudeverband möchte Spenden erhöhen und die Social-Media-Präsenz ausbauen, um das Denkmal zu erhalten.
  • Kulturelle Veranstaltungen werden zunehmen und sicherstellen, dass die historische Stätte ein wichtiger Punkt für Solingen bleibt.