Solingens Kirchen stehen vor radikaler Umstrukturierung bis 2027
Solingens Kirchengebäude und Gemeinschaftszentren stehen vor ungewisser Zukunft
Eine aktuelle Planung sieht vor, langfristig nur vier Kirchen und drei Gemeinschaftszentren in Solingen offen zu halten – für andere Gebäude stehen noch keine endgültigen Entscheidungen fest. Die SPD hat nun eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um die Gemeinden durch diesen schwierigen Prozess zu begleiten.
Am 11. Februar 2026 stellte die Evangelische Kirche in Solingen ihre Pläne für die 13 aktiven Kirchen und neun Gemeinschaftszentren der Stadt vor. Dem Vorschlag zufolge sollen nur die Evangelische Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Dorper Kirche und die Gräfrather Kirche sowie drei Gemeinschaftszentren langfristig erhalten bleiben. Die Stadtkirche Mitte wird aufgrund ihrer zentralen Lage und barrierearmen Zugänglichkeit jedoch noch gesondert geprüft. Endgültige Beschlüsse werden frühestens Ende 2027 erwartet.
Eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Stadtkirche stieß auf großes Interesse – ein Zeichen dafür, wie sehr den Bürgerinnen und Bürgern das Thema am Herzen liegt. Die SPD-Arbeitsgruppe übernimmt nun eine vermittelnde Rolle zwischen Kirche und Politik. Beim ersten Treffen waren Vertreter sowohl evangelischer als auch katholischer Gemeinden anwesend, was das gemeinsame Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit dem Stadtrat unterstreicht.
Die SPD hat zudem zentrale Punkte für die Kommunalpolitik benannt, darunter Bauvorschriften für die Nachnutzung von Kirchengebäuden. Auch die Frage, wie soziale Netzwerke und kulturelle Angebote in diesen Räumen künftig gesichert werden können, steht auf der Agenda. Die Gruppe will die Gemeinden bei den anstehenden emotionalen und praktischen Herausforderungen unterstützen.
Das Engagement der SPD kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Solingens religiöse und gemeindliche Einrichtungen. Da die endgültigen Weichenstellungen erst bis Ende 2027 fallen, wird die Arbeitsgruppe die Gemeinden weiter begleiten und kommunale Belange einbringen. Die Ergebnisse werden nicht nur das kulturelle Erbe der Stadt prägen, sondern auch ihre zukünftige soziale Infrastruktur.
Synode billigt Kirchen-Neustrukturierung
Die Synode hat offiziell die Empfehlungen der Arbeitsgruppe für die Kirchen-Neustrukturierung in Solingen genehmigt. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu endgültigen Entscheidungen bis 2027. Wichtige Entwicklungen sind:
- Genehmigung der langfristigen Nutzung von vier Kirchen und drei Gemeindezentren.
- Sofortiger Beginn der Renovierungsarbeiten für klimaneutrale Betriebe.
- Priorität für barrierefreien Zugang und jugendfreundliche Räume in der zukünftigen Planung.






