21 March 2026, 06:10

Seltene Einblicke: Ein Bürgerleben zwischen Tradition und NS-Diktatur 1940

Alte Postkarte mit einem violetten Stempel, der "Wiesbaden, Deutschland - 1. Weltkrieg" und handgeschriebene Texte enthält.

Seltene Einblicke: Ein Bürgerleben zwischen Tradition und NS-Diktatur 1940

Ein seltener Einblick in das Leben während der NS-Zeit wird am 12. Oktober im Stadtmuseum geboten. Ralf A. Gmelin präsentiert bei einer kostenlosen Matinee die persönlichen Aufzeichnungen seines Großvaters. Der Vortrag mit dem Titel "1940. Die versunkene bürgerliche Welt" ist Teil der Reihe "Lokalhistoriker – 4. Staffel".

Hans Gmelins Notizen beginnen im Jahr 1934 und halten Alltagserfahrungen und Reflexionen eines Mannes fest, der zwischen Tradition und politischer Umbruchszeit gefangen war. Seine Schriften bieten einen authentischen Bericht über gesellschaftliche Umwälzungen und den Aufstieg des NS-Regimes. Über sein Leben zwischen 1919 und 1934 ist jedoch kaum etwas bekannt, da aus dieser Zeit weder detaillierte Aufzeichnungen noch öffentliche Berichte überliefert sind.

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Während der Veranstaltung wird Ralf A. Gmelin Auszüge aus den Manuskripten lesen und deren historischen Kontext erläutern. Die Aufzeichnungen gewähren einen persönlichen Einblick in eine Epoche, in der private Stimmen oft unterdrückt wurden. Die Matinee möchte den Zuhörern die Gedankenwelt eines einfachen Mannes näherbringen, der sich in einer Zeit radikalen Wandels zurechtfinden musste.

Das Stadtmuseum am Marktplatz ist Austragungsort des Vortrags, der die Reihe zur lokalen Geschichte fortsetzt. Die Veranstalter betonen die Zugänglichkeit des Events – der Eintritt ist frei.

Die Matinee präsentiert mit Hans Gmelins privaten Aufzeichnungen ein einzigartiges historisches Dokument. Besucher können eine weniger bekannte Perspektive auf die 1930er- und 1940er-Jahre entdecken. Die Veranstaltung beginnt am 12. Oktober im Stadtmuseum – der Eintritt ist für alle kostenlos.

Quelle