Rheinmetall wächst stark – doch Milliardendeal für Fregatten bleibt ungewiss
Patrik WesackRheinmetall wächst stark – doch Milliardendeal für Fregatten bleibt ungewiss
Rheinmetall verzeichnet starkes Wachstum – doch Aktienkurs leidet unter unsicherem Milliardendeal
Rheinmetall hat ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet: Umsatz und Gewinne stiegen 2025 deutlich an. Dennoch gab der Aktienkurs nach, da weiterhin Unklarheit über einen wichtigen Rüstungsauftrag besteht. Das Unternehmen bleibt jedoch favorisiert für den mehrmilliarenschweren Bau von sechs Fregatten des Typs 126 für die Deutsche Marine.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 kletterte der Umsatz von Rheinmetall um 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Auch der operative Gewinn legte um 18 Prozent zu und erreichte 835 Millionen Euro. Die Expansion des Verteidigungsbereichs, angetrieben durch wachsende globale Sicherheitsbedenken, trieb den Auftragsbestand des Konzerns auf den Rekordwert von 64 Milliarden Euro.
Doch die Vergabe des Fregattenauftrags für den Typ 126 verzögert sich immer wieder. Politische Unentschlossenheit bremst den Prozess, was im dritten Quartal zu weniger Neuabschlüssen führte. Der konkurrierende Schiffbauer ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) positioniert sich nun, um Rheinmetalls Spitzenposition anzugreifen – und erhöht so den Druck.
Anleger scheinen hin- und hergerissen zwischen der soliden finanziellen Performance des Unternehmens und der anhaltenden Unsicherheit beim Fregattendeal. Solange keine Klarheit über den Auftrag besteht, bleibt die Rheinmetall-Aktie volatil. Die Entscheidung über den Typ-126-Auftrag wird voraussichtlich die kurzfristige Entwicklung des Aktienkurses prägen. Zwar bleiben die finanziellen Ergebnisse des Konzerns stark, doch die Verzögerung bei der Vertragsvergabe sorgt für Zurückhaltung bei Investoren. Die Weichenstellung könnte entscheiden, ob Rheinmetalls Wachstumskurs an Fahrt gewinnt – oder Rückschläge erlebt.






