25 March 2026, 06:11

Renault revolutioniert seine Batterie-Lieferkette für mehr Effizienz und Kostensenkung

Liniengraph, der den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert seine Batterie-Lieferkette für mehr Effizienz und Kostensenkung

Renault gestaltet seine Batterie-Lieferkette um, um Stillstandszeiten zu verkürzen und die Kosten zu senken. Der Automobilhersteller behandelt Batterien nun als hochwertige Vermögenswerte statt als Wegwerfteile. Dieser Wandel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem regulatorische Hürden und logistische Herausforderungen immer komplexer werden.

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Batterien machen bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Fahrzeugs aus. Lange Verzögerungen kann sich Renault nicht leisten – ein Auto wegen eines Batteriedefekts 15 bis 20 Tage stillzulegen, ist auf Dauer nicht tragbar. Um Reparaturen zu beschleunigen, hat das Unternehmen ein Tauschsystem eingeführt: Defekte Einheiten werden sofort ersetzt, während die ursprüngliche Batterie separat instand gesetzt wird.

Der neue Ansatz basiert auf einer kreislauforientierten Lieferkette. Bauteile bewegen sich in mehrere Richtungen – zwischen Händlern, Reparaturzentren, Lagern und Recyclingbetrieben. Renault strebt ein 360-Grad-Modell an, in dem jeder Partner gleichzeitig Lieferant und Kunde ist. Doch die Echtzeit-Nachverfolgung bleibt schwierig. Unterschiedliche Partner nutzen separate ERP-, WMS- und TMS-Systeme, was zu inkonsistenter Datentransparenz führt.

Regulatorische Vorgaben erschweren die Situation zusätzlich. Batterien gelten als Gefahrgut, und die Anforderungen ändern sich unvorhersehbar. Allein in Deutschland variieren die Handhabungsvorschriften je nach Bundesland. Trotz dieser Herausforderungen hat Renault seine Batterie-Wechselstationen in Europa seit der Vorstellung der Strategie 2023 nicht ausgebaut.

Renaults überarbeitete Lieferkette behandelt Batterien als langfristige Investitionen. Ziel ist es, die Fahrzeugstillstandszeiten zu minimieren und die Effizienz im gesamten Netzwerk zu steigern. Doch uneinheitliche Vorschriften und fragmentierte Datensysteme bleiben weiterhin Hindernisse.

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