Preisschock an der Mailänder Scala: 30 Prozent Aufschlag für Stammgäste
Patrik WesackPreisschock an der Mailänder Scala: 30 Prozent Aufschlag für Stammgäste
Preiserhöhungen an der Mailänder Scala sorgen für Empörung
Die Ticketpreise im Opernhaus La Scala in Mailand sind für einige Plätze stark gestiegen. Eine Abonnementkarte, die einst 800 Euro kostete, schlägt nun mit 1.050 Euro zu Buche – ein Dorn im Auge treuer Stammgäste. Besonders betroffen sind die oberen Ränge, in denen sich die eingehendsten Fans des Hauses versammeln.
Die Preiserhöhung betrifft 36 der begehrtesten Plätze, wo die Kosten um über 30 Prozent stiegen. Die Theaterleitung begründet dies mit gestiegenen Personalkosten durch Tarifverträge sowie dem Umzug der Werkstätten in den Stadtteil Rubattino. Im Schnitt fallen die Anpassungen jedoch moderat aus: Plätze in der Galerie steigen von 45,56 Euro in der Spielzeit 2025/26 auf 46,94 Euro im folgenden Jahr.
Bei der Premiere von Verdis Carmen kam es zu Protesten. Aus den oberen Rängen regnete es Flugblätter, die gegen die Preissprünge wetterten. Die Scala-Führung hält die Empörung für übertrieben und verweist darauf, dass nur ein Bruchteil der Sitze betroffen sei.
Trotz der Kritik wirtschaftet das Haus mit Überschuss. Zudem versprach die Leitung unter dem aktuellen Intendanten Fortunato Ortombina, vorerst auf weitere Erhöhungen zu verzichten. Die Scala bleibt damit Europas teuerste Opernbühne – nur das Salzburger Festspielhaus in Österreich verlangt noch höhere Preise.
Die Preisanpassungen lösten vor allem bei langjährigen Unterstützern scharfe Reaktionen aus. Die Scala betont jedoch, die Änderungen seien notwendig und begrenzt. Die finanzielle Stabilität und der exzellente Ruf des Hauses in der Opernwelt bleiben unangetastet.






