Personaloser Supermarkt rettet Dorf in NRW vor Einkaufsnotstand
Ein kleines Dorf in Nordrhein-Westfalen erhält nach Jahren des Mangels endlich eine dringend benötigte Einkaufsmöglichkeit. Der Ortsteil Frömern in Fröndenberg hatte seine letzte Bäckerei verloren und verfügt über keinen öffentlichen Nahverkehr – die Bewohner hatten damit kaum Zugang zu lebensnotwendigen Gütern. Nun hat mit Tante M ein neuer, personalfreier Supermarkt eröffnet, der diese Lücke schließt.
Die Filiale wurde von Anna Kirksov ins Leben gerufen, einer örtlichen Busfahrerin, die sich für das Franchise entschied. Aus eigener Erfahrung wusste sie, wie schwer der Alltag für die Dorfbewohner ohne nahgelegene Läden geworden war. Der Supermarkt kommt ohne Personal aus: Kunden betreten das Geschäft per Kartensystem und erledigen ihre Einkäufe sowie die Bezahlung selbstständig.
Von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr abends bietet der Laden rund 1.200 Artikel an, darunter frisches Brot und Gemüse. Es handelt sich erst um den zweiten Tante-M-Standort in Nordrhein-Westfalen – das Konzept ist in der Region noch neu.
Das Unternehmen plant eine weitere Expansion und will bis Mitte 2026 mindestens fünf zusätzliche Filialen eröffnen, darunter in Wertheim (Juni 2026), Marxzell (13. März 2026), Wunsiedel (März 2026), Lalling (März 2026) und Oybin (2. April 2026). Die meisten neuen Standorte entstehen in Süd- und Ostdeutschland. Parallel bereitet die Genossenschaftskette Enso die Eröffnung eines ähnlichen, personalfreien Ladens in Unna-Hemmerde vor.
Die Ankunft von Tante M in Frömern verschafft den Einwohnern eine verlässliche Bezugsquelle für Lebensmittel. Mit langen Öffnungszeiten und einem breiten Sortiment soll der Markt den Alltag in abgelegenen Gebieten erleichtern. Die geplante Ausweitung des Konzepts deutet darauf hin, dass personalfreie Supermärkte künftig eine häufigere Lösung für unterversorgte Gemeinden sein könnten.






