NRW verliert bis 2050 eine halbe Million Einwohner – diese Regionen sind besonders betroffen
Patrik WesackPrognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW verliert bis 2050 eine halbe Million Einwohner – diese Regionen sind besonders betroffen
Nordrhein-Westfalen (NRW) steht in den kommenden Jahrzehnten vor einem deutlichen Bevölkerungsrückgang. Bis 2050 könnte das Land im Vergleich zu 2023 eine halbe Million Einwohner verlieren. Langfristige Prognosen deuten auf noch stärkere Einbrüche bis 2070 hin – besonders betroffen sind dabei ländliche Regionen.
Offizielle Hochrechnungen zeigen einen stetigen Rückgang der Bevölkerung in NRW. Bis 2050 werden nur noch zehn Kreise und kreisfreie Städte mit einem Bevölkerungszuwachs rechnen. Das Rheinland könnte sich gegen den Trend stemmen: Einige Gebiete dort werden wachsen. Heinsberg etwa soll im selben Zeitraum um 4,7 Prozent zulegen.
Andernorts sieht die Lage düsterer aus. Der Märkische Kreis könnte bis 2050 einen Rückgang um 12,5 Prozent verzeichnen. Benachbart droht Olpe ein Minus von 12,3 Prozent, während der Hochsauerlandkreis und Höxter voraussichtlich um 9,6 beziehungsweise 9,3 Prozent schrumpfen werden. Auch ländliche Teile Ost- und Südwestfalens müssen mit langfristigen Bevölkerungsverlusten rechnen.
Blickt man weiter in die Zukunft, verschärft sich der Abwärtstrend. Bis 2070 könnte NRW eine Million Einwohner weniger haben als 2023. Die Entwicklung unterstreicht die wachsende Kluft zwischen wachsenden urbanen Zentren und schrumpfenden ländlichen Regionen.
Die Prognosen zeichnen das Bild eines kleiner werdenden, ungleicher verteilten Nordrhein-Westfalens zur Jahrhundertmitte. Kreise wie der Märkische Kreis und Olpe werden die stärksten Verluste hinnehmen müssen. Gleichzeitig wird eine Handvoll Gebiete – darunter Teile des Rheinlands – gegen den allgemeinen Abwärtstrend wachsen.






