28 June 2026, 16:08

NRW-Trends: Wirtschaftssorgen und politische Umbrüche in neuester Umfrage

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

NRW-Trends: Wirtschaftssorgen und politische Umbrüche in neuester Umfrage

Eine neue Umfrage zu Trends in Nordrhein-Westfalen zeigt verschobene politische und wirtschaftliche Prioritäten im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die zwischen dem 22. und 25. Juni durchgeführte Erhebung befragte 1.139 wahlberechtigte Bürger telefonisch und online. Die Ergebnisse offenbaren wachsende Sorgen um die Wirtschaftslage und deutliche Veränderungen im Parteibarometer.

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Besonders auffällig ist die wirtschaftliche Verunsicherung unter den Bürgern: Nur noch 22 Prozent bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als „sehr gut“ oder „gut“ – ein Rückgang um neun Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten um ihren Arbeitsplatz, sechs Punkte mehr als 2023. Jeder Vierte überdenkt wegen steigender Kosten seine Reisepläne und entscheidet sich für günstigere Alternativen oder sagt Urlaube ganz ab.

Auch politisch gibt es deutliche Verschiebungen: Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst verliert drei Punkte und kommt auf 32 Prozent. Die SPD unter Jochen Ott fällt auf 17 Prozent und nähert sich damit einem historischen Tiefstand. Die Grünen legen dagegen zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent, während die AfD auf 17 Prozent steigt – beide liegen damit gleichauf als zweitstärkste Kräfte. Die FDP überspringt mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 die Fünf-Prozent-Hürde.

Die Themen, die die Wähler am meisten bewegen, haben sich ebenfalls verändert: Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme stehen nun an erster Stelle – noch vor Migration. Gleichzeitig sinkt die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung deutlich: Nur noch 42 Prozent zeigen sich zufrieden.

Die Umfrageergebnisse spiegeln wirtschaftliche Belastungen und einen Wandel der politischen Landschaft in Nordrhein-Westfalen wider. Während die Zustimmung zu den großen Parteien schwankt, wachsen die Sorgen um Arbeitsplätze und Reisekosten. Die Landesregierung sieht sich mit sinkender Akzeptanz konfrontiert, da die Bürger Infrastrukturthemen höher gewichten als andere Herausforderungen.

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