Neue Bühne Senftenberg: Erfolg trotz ungewisser Zukunft unter Daniel Ris
Tom GießNeue Bühne Senftenberg: Erfolg trotz ungewisser Zukunft unter Daniel Ris
Die Neue Bühne Senftenberg ist wieder in aller Munde – wie zu Zeiten der DDR
Mit der Eröffnung der neuen Spielzeit hat die Neue Bühne Senftenberg einmal mehr für regionalen Gesprächsstoff gesorgt. Unter der Leitung von Daniel Ris, dessen Arbeit sowohl Lob als auch Kritik hervorruft, gab es lebhafte Debatten, Musik und Aufführungen – ein buntes Programm, das an die DDR-Zeit erinnert.
Vor drei Jahren übernahm Ris die künstlerische Leitung des Theaters. Sein mutiger Ansatz – eine Mischung aus politischen Statements, vielfältigem Programm und energiegeladenen Veranstaltungen – steigerte die Ticketverkäufe und die Eigenmittel des Hauses. Die jüngste Spielzeit-Eröffnung in der historischen Niederlausitz-Halle, erbaut 1959, begann mit einer Diskussion über Sport in der DDR und heute. Den Abschluss bildeten Blechbläserensembles, Chöre und eine sportliche Gruppenperformance.
Trotz dieser Erfolge erhielt Ris im März 2023 die Mitteilung, dass sein bis 2027 laufender Fünfjahresvertrag nicht verlängert wird. Zwar bleibt er für eine vierte Spielzeit im Amt, bewirbt sich aber bereits anderweitig. Gleichzeitig haben Stadt und Landkreis die Bewerbungsphase für seine Nachfolge wiedereröffnet – ohne dass strukturelle Veränderungen oder Reformen am Theater angekündigt wurden.
Die Niederlausitz-Halle, in der die Spielzeit eröffnet wurde, steht vor einer 35-Millionen-Euro-Sanierung. Ris hat in seiner Amtszeit das regionale Profil des Theaters gestärkt, doch seine Zukunft dort bleibt ungewiss.
Die wachsende Zuschauerzahl und die gestiegenen Einnahmen zeugen von Ris' Wirkung in den vergangenen drei Jahren. Da sein Vertrag vorzeitig endet und keine Führungsreformen geplant sind, läuft nun die Suche nach einem neuen Intendanten. Die anstehende Sanierung der Halle markiert ein weiteres Kapitel für das Haus und seine sich wandelnde Rolle in der Region.






