Maria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus
Patrik WesackMaria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus
Die belarussische Aktivistin Maria Kalesnikava hat am Samstag in Aachen offiziell den Internationalen Karlspreis erhalten. Die Auszeichnung, die ihr bereits vor vier Jahren – während sie noch in Belarus inhaftiert war – zuerkannt worden war, würdigt ihren Einsatz für Demokratie und die europäische Einheit. Nun in Freiheit und in Deutschland lebend, nahm sie den Preis erstmals persönlich entgegen.
Kalesnikava erfuhr von der Auszeichnung noch hinter Gittern. Für sie war sie ein kraftvolles Zeichen der Solidarität aus Europa. Der Karlspreis ehrt ihren unerschütterlichen Einsatz für demokratische Rechte in Belarus, trotz jahrelanger Haft.
Gemeinsam mit zwei Mitstreiterinnen, Swjatlana Zichanouskaja und Veronika Zepkalo, erhielt sie den Preis im Jahr 2022. Die drei bildeten ein bekanntes Trio im Widerstand gegen das Regime von Alexander Lukaschenko während der Proteste 2020. Noch heute arbeiten sie gemeinsam an einer demokratischen Zukunft für Belarus.
Nach Monaten im Gefängnis nun in Freiheit, konzentriert sich Kalesnikava darauf, denen zu helfen, die noch inhaftiert sind. Sie äußerte große Freude über die Auszeichnung, betonte jedoch, wie wichtig es sei, an diejenigen zu denken, die weiterhin gefangen gehalten werden. Ihre Hoffnung auf ein demokratisches Belarus bleibt ungebrochen – sie ist überzeugt, dass die Demokratie sich am Ende durchsetzen wird.
Kalesnikava rief die europäischen Regierungen zudem auf, belarussische Exilanten zu unterstützen und die Bemühungen der Opposition gegen die Diktatur zu stärken. Ihre Botschaft war klar: Internationale Solidarität darf sich nicht in symbolischer Anerkennung erschöpfen, sondern muss aktive Hilfe umfassen.
Der Karlspreis unterstreicht Kalesnikavas Rolle im Kampf für ein freies Belarus. Von Deutschland aus setzt sie ihre Arbeit gemeinsam mit Zichanouskaja und Zepkalo fort. Ihr gemeinsames Ziel – ein demokratisches Belarus – bleibt die treibende Kraft hinter ihrem Engagement.