02 May 2026, 04:11

Lebensgefährliche Präzisionsarbeit: Wie NRWs Sprengstoff-Experten Bomben entschärfen

Ein Mann mit Kopfhörern inspiziert eine Reihe von Raketen, während er vor einer textgefüllten Tafel steht.

Lebensgefährliche Präzisionsarbeit: Wie NRWs Sprengstoff-Experten Bomben entschärfen

In Nordrhein-Westfalen sorgen zwei spezialisierte Teams für die Entschärfung der gefährlichsten Sprengstoffbedrohungen der Region. Das Landeskriminalamt (LKA) und der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) gehen mit höchster Präzision vor – ob bei Kriegsmunition oder selbstgebauten Bomben. Jeder Einsatz erfordert absolute Konzentration, denn selbst kleine Fehler können tödlich enden.

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Andreas Otte, ein erfahrener Experte mit über zehn Jahren Erfahrung in der LKA-Sprengstoffgruppe, verkörpert das Können und die Hingabe, die in diesem hochriskanten Bereich gefragt sind. Die LKA-Einheit existiert seit 1981 und besteht aus 15 Spezialisten, die jährlich rund 800 Einsätze bewältigen. Etwa 300 davon betreffen Bombenentschärfungen. Im Laufe der Zeit hat sich ihr Aufgabenfeld verschoben: Sprengungen an Geldautomaten sind seltener geworden, während pyrotechnische Gegenstände – oft bei Durchsuchungen oder in Fußballstadien gefunden – häufiger auftauchen.

Für jeden Einsatz setzen Otte und sein Team auf hochmoderne Entsorgungsfahrzeuge mit ferngesteuerten Robotern. Strenge Sicherheitsvorschriften verlangen, dass alle Arbeiten aus der Ferne durchgeführt werden, um das Risiko für Menschen zu minimieren. Otte selbst trägt einen 60.000 Euro teuren Schutzanzug, verstärkt mit Kevlar, Keramikplatten und einem Spezialhelm. Mit einem Gewicht von etwa 40 Kilogramm benötigt er 15 Minuten, um ihn anzulegen.

Derweil konzentriert sich der KBD auf Kriegsaltlasten und Gefahren auf Baustellen. Allein 2024 bearbeitete der Dienst über 35.500 Anfragen und beseitigte 7.266 Sprengkörper, darunter 1.606 Bomben und 2.496 Granaten. Beide Teams betonen: In ihrer Arbeit gibt es keinen Spielraum für Fehler – jede Entscheidung muss durchdacht und präzise sein.

Das LKA und der KBD leisten weiterhin einen unverzichtbaren Beitrag zur öffentlichen Sicherheit in Nordrhein-Westfalen. Dank ihrer Expertise und modernster Technik werden Sprengstoffgefahren effizient unschädlich gemacht. Mit tausenden Einsätzen pro Jahr bleibt ihre Arbeit essenziell, um Katastrophen zu verhindern.

Quelle