Kostenlose Schwimmkurse in Dortmund retten Kinder vor dem Absaufen
Hunderte Kinder in Dortmund nehmen in diesem Herbst an kostenlosen Schwimmkursen teil. Lokale Vereine und der StadtSportBund Dortmund haben sich zusammengeschlossen, um einer besorgniserregenden Entwicklung entgegenzuwirken: Viele Kinder in der Region können nicht sicher schwimmen. Ziel der Initiative ist es, dass jedes Kind vor dem Wechsel von der Grundschule an Selbstvertrauen im Wasser gewinnt.
Über 300 Kinder besuchen während der Herbstferien Intensivkurse im Dortmunder Südbad. Das zweiwöchige Programm, geleitet von Kirstin Haumann vom Verein Bewegungswelten, vermittelt Schülern ab der zweiten Klasse, wie sie sich sicher im Wasser bewegen.
Die Kurse beginnen mit der Grundlagenvermittlung: Die Kinder lernen zu gleiten, sich über Wasser zu halten und im Notfall um Hilfe zu rufen. Fortgeschrittene üben lebensrettende Fähigkeiten wie das Rückenschwimmen.
Der Vorstoß für die Schwimmkurse kommt zu einer Zeit, in der Zahlen zeigen, dass jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen nicht schwimmen kann. In einigen Dortmunder Stadtteilen liegt der Anteil sogar bei 80 Prozent. Mehrere lokale Vereine bieten nun kostenlose Kurse an, um diese Lücke zu schließen – mit dem Ziel, dass alle Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit sichere Schwimmer sind.
Haumann ruft auch die Eltern dazu auf, weiterhin mit ihren Kindern zu üben. Selbst nach dem Erwerb des Anfängerabzeichens Seepferdchen betont sie, wie wichtig regelmäßiges Schwimmen für den Aufbau langfristiger Sicherheit ist.
Das Projekt vereint Vereine, Trainer und Familien, um die Sicherheit von Kindern im und am Wasser zu verbessern. Mit Hunderten Teilnehmern hoffen die Organisatoren, dass die Kurse das Ertrinkungsrisiko verringern und jedem Dortmunder Kind essenzielle Schwimmfähigkeiten vermitteln. Die kostenlosen Angebote werden im Rahmen des langfristigen städtischen Plans fortgeführt.






