25 June 2026, 10:08

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Strafen und Schadensersatz

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Strafen und Schadensersatz

Klimaschutzaktivisten müssen nach zwei Protesten am Flughafen Köln/Bonn mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Staatsanwaltschaft Köln hat Anklage wegen Vorfällen am 24. Juli und 15. August erhoben. Sechs Personen werden der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs im Zusammenhang mit den Demonstrationen beschuldigt.

Am 24. Juli 2024 sollen sich fünf Aktivisten auf eine Startbahn geklebt und damit den Flugbetrieb für drei Stunden lahmgelegt haben. Jeder von ihnen muss nun mit Kosten in Höhe von etwa 4.100 Euro rechnen.

Am 15. August befestigten sich laut Angaben zwei Protestierende an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn, wodurch der Flugverkehr für rund eine Stunde unterbrochen wurde. Beide sehen sich nun Forderungen von knapp 3.250 Euro gegenüber.

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Bisher wurde noch nicht über die Einleitung eines förmlichen Verfahrens entschieden, und ein Prozesstermin steht noch aus. Die Fluggesellschaft Eurowings kündigte an, Schadensersatz für ihre Verluste zu fordern, die vorläufig auf rund 284.000 Euro geschätzt werden. Auch die Flughafenbetreiber behalten sich vor, Ansprüche geltend zu machen; die vorläufigen Schäden belaufen sich auf etwa 125.000 Euro.

Die beiden Vorfälle führten zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flughafenbetriebs. Das juristische Verfahren steckt noch in den Anfängen, und den Protestierenden drohen mögliche finanzielle Sanktionen. Fluggesellschaften und Flughafenleitung bewerten weiterhin die finanziellen Auswirkungen der Aktionen.

Quelle