Grüne fordern radikale Wende für den Schienenverkehr in NRW – weniger Auto, mehr Bahn
Tom GießGrüne fordern radikale Wende für den Schienenverkehr in NRW – weniger Auto, mehr Bahn
Die Grünen haben zentrale Forderungen zur Verbesserung des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Im Mittelpunkt steht der Ausbau eines zuverlässigeren, sichereren und attraktiveren Netzes, um die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Zu den Vorschlägen gehören umfangreiche Modernisierungen sowie eine bessere Abstimmung in der Verkehrsplanung.
Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, betonte, dass Fahrgäste trotz anhaltender Störungen Geduld zeigten. Eine gewisse Entlastung brachte das jüngste Ende der Sperrungen auf den Linien RE7 und RB48, doch weitere Bauarbeiten stehen an.
Die Grünen setzen sich für eine Umleitung der RE2-Linie ein, um Solingen, Wuppertal und das östliche Ruhrgebiet direkt zu verbinden. Priorität hat zudem die Elektrifizierung und Verlängerung der S7 bis Düsseldorf. Zudem fordern sie den Bau eines zusätzlichen Weichenpaars in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte noch vor Beginn der RRX-Bauarbeiten.
Um diese Vorhaben umzusetzen, fordert die Partei eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik und eine bessere Koordinierung der Schienenprojekte. Lokale Bedürfnisse müssten stärker in die Planungen des Landes und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) einfließen, so die Überzeugung der Grünen.
Mittelfristig strebt die Partei an, den Schienenverkehr attraktiver, zuverlässiger und sicherer zu gestalten. Die Vorschläge zielen darauf ab, aktuelle Störungen zu beheben und gleichzeitig die Infrastruktur langfristig zu verbessern. Damit soll die Bahn als echte Alternative zum Individualverkehr gestärkt werden.
